logo epidat: epigraphische Datenbank

Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße 106 Inschriften (1620-1873)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [9/106]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID hld-2001
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-2001: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hld-2001

Namen

Natan ben Jaakow David [12.05.1687]
Johanne Grumbrecht [08.10.1878]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏נטמן ונקבר ׃ איש‏‎ ist geborgen und begraben ein
‎‏חכם גבר תמים ונבר‏‎ weiser Mann, ein lauterer und geläuteter Mann,
‎‏קצין פרנס ורבי כ״ש‏‎ der Einflussreiche, Vorsteher und Herr, ehrenvoll sein Name,
‎‏החבר ר׳ נתן בן הר״ר‏‎ 5 der toragelehrte Herr Natan, Sohn des Meisters, Herrn
‎‏יעקב דוד זצ״ל נפטר‏‎ Jaakow David, das Andenken des Gerechten zum Segen, verschieden
‎‏לאור ונקבר ביום שנ[י]‏‎ zu Beginn des und begraben am zweiten Tag,
‎‏כ״ט אייר תי״ו מ״ם זיי״ן‏‎ 29. Ijar vierhundertsiebenundvierzig
‎‏לפ״ק תנ״צ בצרור החיים‏‎ der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏בגן עדן אמן סלה‏‎ 10 im Garten Eden, Amen Sela
 Rückseite
Wiedererrichtet
1889.
Hier ruht in Gott
Johanne
Grumbrecht 15
gest. 8. October 1878.

Kommentar

Datierung Natan ben Jaakow David: Gestorben Sonntag abend, 12.05.1687 ; begraben am nächsten Tag
Johanne Grumbrecht: Gestorben 08.10.1878
Das Grabmal zählt zu den Grabsteinen aus dem 17. Jahrhundert, die im Zuge der Verkleinerung des Friedhofs Ende des 19. Jahrhunderts umgesetzt wurden. Eine ganze Reihe von alten Grabsteinen trägt die Inschrift "Wiedererrichtet 1889". Offensichtlich verwendete man damals die alten Grabsteine für junge Gräber, die seit den 1870er Jahren angelegt worden waren und bis 1889 wahrscheinlich keine eigenen Grabsteine, sondern nur provisorische Kennzeichnungen erhalten hatten. Dabei drehte man die Grabsteine um und beschriftete sie auf der ursprünglichen Rückseite neu mit kurzen, einheitlich gestalteten deutschen Inschriften.
Der einflussreiche Gemeindevorsteher Natan ben Jaakow David starb an einem Sonntag abend, nach Beginn des neuen jüdischen Tages, und wurde am folgenden Tag, Montag, beigesetzt.

Beschreibung

Lage Das Grabmal wurde umgedreht, neu beschriftet und neu aufgestellt.
Beschreibung Stele mit leicht eingezogenem Flachbogenabschluss, im Giebel verziert mit reliefierten Voluten und zwei Rosetten. Die erhabenen Schriftzeichen füllen das gesamte Schriftfeld unter der mittig gesetzten Kopfzeile.
Schrift vertieft (Rückseite) und erhaben (Vorderseite)
Ornament florale Verzierung

Fotografien

  «    »  
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-2001
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hld-2001
(letzte Änderungen - )

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften der Jahre 1687 1878

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hld-2001
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis