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Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße 106 Inschriften (1620-1873)

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ID hld-2
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-2: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hld-2

Name

Jehuda (genannt Löb) ben Schlomo Herl? [17.06.1820]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏ירא אלהים איש הלך תמים‏‎ ein Gottesfürchtiger, ein Mann, ›der lauter wandelte‹,
‎‏הגה בתורתו לילות וימים‏‎ er sann über Seiner Lehre Nächte wie Tage,
‎‏וגם עסק בגמילות חסדים‏‎ auch war er beschäftigt mit Liebeswerken,
‎‏דעת ותבונה בו מתאימים‏‎ 5 Wissen und Einsicht trafen in ihm zusammen,
‎‏הלך בצדקו לחיי עולמים‏‎ er ging in seiner Gerechtigkeit ein ins ewige Leben,
‎‏בן משפחת טובים ונאמנים‏‎ Sohn einer Familie von Vornehmen und Verlässlichen,
‎‏כ״ה יהודה המכ׳ ליב בן כ״ה‏‎ der geehrte Herr Jehuda, genannt Löb, Sohn des geehrten Herrn
‎‏שלמה הרל זצ״ל‏‎ Schlomo Herl?, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏נפטר בש״ק פרש׳ קרח‏‎ 10 verschieden am heiligen Schabbat, Wochenabschnitt Korach,
‎‏ונקבר ביום א׳ וי״ו תמוז‏‎ und begraben am Tag 1, sechster Tammus
‎‏תק״ף לפ״ק‏‎ 580 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Ps 15,2

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 17.06.1820 ; begraben am nächsten Tag
Auf Jehuda Löb, Sohn des Schlomo, wurde eine sechs Zeilen umfassende, durchgehend gereimte Eulogie verfasst. Zu Beginn der Zeilen sind einzelne Buchstaben etwas größer gesetzt und durch einen Punkt hervorgehoben: Sie ergeben von oben nach unten gelesen den Namen des Verstorbenen im Akrostichon.
Zl 9: Der Familien- oder Beiname des Vaters ist nicht ganz sicher.
Zl 10: Die Parascha "Korach", der auf den Sterbetag fallende Abschnitt des einjährigen Zyklusses der sabbatlichen Tora-Lesung im Synagogengottesdienst, umfasst die Verse Numeri 16,1-18,32.
Namenskunde Jehuda wurde Löb genannt. Dieser Name geht auf den Jakobssegen zurück, dort vergleicht Jakob seinen Sohn Jehuda mit einem Löwen (Genesis 49,9). Daher kommt die Parallelität des biblischen Namens Jehuda mit dem hebräischen Arje, "Löwe", und dem deutschen Löb, Löw und Leib.

Stilmittel

Reim auf -im in Zln 2-7.
Akrostichon in Zeilen 2-9: ‎‏יהודה בן כה שלמה הרל זצל‏‎ Jehuda, Sohn des geehrten Schlomo Herl?, das Andenken des Gerechten zum Segen

Beschreibung

Lage Das Grabmal wurde in die Friedhofsmauer eingelassen und steht nicht mehr am ursprünglichen Standort.
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluss und schmalem, scharriertem Rand. Das Schriftfeld ist von einem Rahmen umgeben, in den Ecken verziert mit Viertelrosetten. Kopf- und Fußzeile der hebräischen Inschrift sind durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Zustand 2013 Das Schriftfeld ist in der Mitte verwittert.

Fotografien

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Regina Viereck

heutiges Foto
2013
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-2
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hld-2
(letzte Änderungen - 2016-01-20 09:57)

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Inschriften des Jahres 1820

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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