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Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße 106 Inschriften (1620-1873)

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ID hld-19
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-19: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hld-19

Name

Mirjam bat Jaakow ⚭ Mosche [29.10.1760]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשת חיל צדק׳ עשת׳‏‎ ›die tüchtige Gattin‹, Wohltätigkeit erwies sie
‎‏כאביגיל ׃ כי טוב סחר׳‏‎ wie Awigail, denn ›gut war ihr Handel‹
‎‏בכוונה כשרה ׃ ה״ה‏‎ in tugendhafter Andacht, es ist
‎‏מרת מרים בת כ״ה‏‎ 5 Frau Mirjam, Tochter des geehrten Herrn
‎‏יעקב ז״ל מבארמבור׳‏‎ Jaakow, sein Andenken zum Segen, aus Barmburg?,
‎‏אשת פ״ו כ״ה משה שי׳‏‎ Gattin des Vorstehers und Leiters, des geehrten Herrn Mosche, er möge leben,
‎‏נפטרת ונקברת ביום‏‎ verschieden und begraben am Tag
‎‏ד׳ י״ט חשון תקך״א‏‎ 4, 19. Cheschvan 521
‎‏לפ״ק‏‎ 10 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 31,10  Zl 3: Spr 31,18

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Mittwoch, 29.10.1760 ;
Zl 6: Die Lesung des Ortsnamens ist nicht eindeutig. Handelt es sich um Bamberg?

Beschreibung

Lage Das Grabmal wurde in die Friedhofsmauer eingelassen und steht nicht mehr am ursprünglichen Standort.
Beschreibung Hohe Stele mit geradem Abschluss. Das Schriftfeld mit im Block gesetzter hebräischer Inschrift und Einleitungsformel und Schlusssegen in größeren Buchstaben wird von stilisierten Blütenranken abgeschlossen.
Zustand 2014 Das Grabmal ist vor allem in der Mitte und im unteren Teil stark verwittert.

Zur Person

Mirjam war die erste Ehefrau von Moses Hertz. In der "Liste der sämtlichen Judenschaft", die 1759 anlässlich von Tributzahlungen der Juden während des siebenjährigen Krieges erstellt wurde, wird sie mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer Magd aufgeführt. Ihr Mann Moses Herz, der nach ihrem Tod erneut heiratete, war Vorsteher der Gemeinde und ist 1769 als "land Vorstehr" und 1775 als Hoffaktor belegt.

Quellen / Sekundärliteratur

A. Lewinsky: "Zur Geschichte der Juden in Hildesheim während des siebenjährigen Krieges", in: Blätter für jüdische Geschichte und Litteratur, II. Jg. (1901), Nr. 2, S. 10-14, hier S. 12.
Anton Rexhausen: Die rechtliche und wirtschaftliche Lage der Juden im Hochstift Hildesheim, Münster 1914, S. 106.
Paul Eltzbacher: Aus der Geschichte meiner Familie, 1928, S. 19.

Fotografien

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Georg Stockhofe

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-19
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hld-19
(letzte Änderungen - 2016-01-20 09:57)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1760

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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