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Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße 106 Inschriften (1620-1873)

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ID hld-18
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-18: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hld-18

Name

Jochewed bat Sekle Hammerschlag [12.06.1671]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏[...]‏‎ [...]
‎‏קברת? אשה יקרת‏‎ Grabstätte einer Frau, teuer
‎‏[...] עטרת ׃ ה״ה‏‎ ... Krone, es ist
‎‏[...] חשובה ׃ כשמה‏‎ ... angesehen, wie ihr Name
‎‏מכובד? ׃ יוכבד בת ק׳?‏‎ 5 geehrt?, Jochewed, Tochter des Einflußreichen?,
‎‏מהור״ר זעקלי זצ״ל‏‎ unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Sekle, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏משפחת המרשלק‏‎ Familie Hammerschlag,
‎‏יום ו׳ עש״ק ד׳ תמוז‏‎ Tag 6, Rüsttag des heiligen Schabbat, 4. Tammus,
‎‏נפטרת ׃ וביום א׳ ויו‏‎ verschied sie und am Tag 1, sechster
‎‏תמוז נקברת ׃ ‏‎ 10 Tammus, wurde sie begraben,
‎‏תל״א לפ״ק‏‎ 431 der kleinen Zählung.
‎‏{תנצב״ה]‏‎ [Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens]

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 12.06.1671 ; begraben am übernächsten Tag
Zln 1 und 12: Diese Zeilen fehlen heute.
Zln 4-5: Anspielung auf den Namen Jochewed, der biblischen Namensgeberin, Mutter des Religionsstifters Moses und seines Bruders Aharon. In diesem Namen steckt das Verb ‎‏כבד‏‎, das unter anderem "ehren" bedeutet, und hier im Text wurde vermutlich mit dieser Bedeutung gespielt. Allerdings ließ sich das Wort zu Beginn der 5. Zeile nicht mehr sicher entziffern.

Beschreibung

Lage Das Grabmal wurde in die Friedhofsmauer eingelassen und steht nicht mehr am ursprünglichen Standort.
Beschreibung Hohe Stele mit geradem Abschluss. Das Schriftfeld mit erhabenen Buchstaben ist von reliefierten Blütenranken umgeben.
Zustand 2014 Das Grabmal ist vor allem im oberen Teil stark verwittert, die Inschrift ließ sich nicht mehr vollständig rekonstruieren.

Zur Person

Ein Zweig der aus Prag stammenden Familie Hammerschlag ließ sich seit den 1630er Jahren zunächst in Peine nieder und vermutlich von dort kommend dann auch in Hildesheim, wo die Familie für Jahrhunderte präsent blieb.
Im Schutzbrief von 1708 sind drei Personen mit dem Beinamen Hammerschlag aufgeführt, bei denen es sich um Nachkommen von Jochewed handeln könnte: Mendel Hamerschlag (hld-0014?), Salomon Hamerschlag und Philipp Hamerschlag.

Quellen / Sekundärliteratur

Schutzbrief der Samtregierung der Stadt Hildesheim für die Juden in der Alt- und Neustadt vom 3. Februar 1708 (StA Hildesheim, Best. 100/84 und Abschrift im HStA Hannover, Hann. 27 Hildesheim H Nr. 4459; hier wiedergeben nach Abdruck bei Aufgebauer (s.u.), S. 162f.).
Peter Aufgebauer: Die Geschichte der Juden in der Stadt Hildesheim im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim, Bd. 12), Hildesheim 1984.

Fotografien

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Georg Stockhofe

heutiges Foto
2014
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-18
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hld-18
(letzte Änderungen - 2016-01-20 09:57)

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Inschriften des Jahres 1671

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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