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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-810
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-810: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-810

Name

Jaakow ben Naftali Hirz Elb [21.11.1796]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏בשנת‏‎ im Jahre
‎‏על יעקב איש תם וישר‏‎ über ›Jaakow, ein Mann, Lauter‹ Und Aufrecht,
‎‏לבבנו נדכא ונשבר‏‎ ist unser Herz zerknirscht und zerbochen,
‎‏יעקב הלך לדרכו‏‎ 5 Jaakow ging seines Weges,
‎‏עלה לבית מנוחתו‏‎ er zog gen seiner Ruhestatt,
‎‏קינה ראוי עליו להרימו‏‎ würdig, Wehklage über ihn zu erheben
‎‏במצות ה׳ היו פעלו‏‎ in den Geboten des Ewigen lag sein Tun,
‎‏ כהררי אל הי׳ צדקתו‏‎ ‎‏בני ישראל להמולו ‏‎ die Kinder Israel zu beschneiden, Gottes Berge gleich war seine Gerechtigkeit,
‎‏ תפלות להשמיע בקולו‏‎ ‎‏נפל בנעימים חבלו ‏‎ 10 sein Anteil fiel im Glücklichen, Gebete erklingen? mit seiner Stimme,
‎‏ יצא שמו ושרת כחולקו‏‎ ‎‏לגבאי דג״ח במשמורו ‏‎ Als Vorsteher der .... wohltätigen Werke ... sein Name und er diente ...
‎‏ עסק בה לשמ׳ בלימודו‏‎ ‎‏הוי רץ למשנתו ‏‎ ... lief er zu seiner ... darin beschäftigt nur ihret wegen, beim lernen,
‎‏ה״ה הגבאי דח״ק דג״ח כ״ה יעקב בן כ״ה‏‎ es ist der Vorsteher der Chewra Kaddischa für wohltätige Werke, der geehrte Herr Jaakow, Sohn des geehrten Herrn
‎‏נפתלי הירץ עלב זצ״ל ׃ ב״ה תצ״נ‏‎ Naftali Hirz Elb, das Andenken des Gerechten zum Segen, in das Bündel des Lebens sei eingebunden seine Seele,
‎‏שיצא ביו׳ ב׳ ונקבר ביום ג׳ למחרתו ך״א‏‎ 15 ausgegangen am Tag 2 und begraben am Tag 3 danach, 21.
‎‏מרחשון תקנ״ז לפ״ק‏‎ Marcheschvan 557 der kleinen Zählung.
‎‏וב״ה עכמע״י אמן‏‎ und .... mit den übrigen Toten des Volkes Israel, Amen

 

 Zl 3: Gen 25,27

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 21.11.1796 ; begraben am nächsten Tag
Zl 4: Vgl. Ps 51,19.
Zl 5: Gen 32,1; wie Zl 3.
Zl 6: Vgl. Gen 35,1; dort zog Jakob gen Bet-El, woraus sich wiederum eine (indirekte) Anspielung auf den Namen ergibt. ‎‏בית מנוחה‏‎, "Ruhestatt", "Weilstatt", 1Chr 28,2.
Zl 7: ‎‏ראוי‏‎, würdig, ist nicht biblisch, kommt aber im babyl. Talmud unzählige Male vor, z.B. bSan 21b.
Zl 9R: Hinweis auf seiner Tätigkeit als Beschneider.
Zl 9L: Ps 36,7
Zl 10R: Ps 16,6.
Zl 10L: Hinweis auf seiner Tätigkeit als Vorsänger.
Zl 14b: Der Schlußsegen wurde des Reimes willen umgestellt, s. auch Nr. 0808.

Stilmittel

Reim auf -ar in Zln 3,4, auf -o in Zln 5-12, insbesondere auf -lo in Zln 8-11 und auf -to in Zln 6,9,12.
Chronogramm in Zl 3, die Addition der größer gehaltenen und markierten Buchstaben ergibt das Todesjahr 557.
Akrostichon JaAKoW BeN KHRR NaFTaLI HIRZ ELB in Zln 5-12.

Beschreibung

Maße 1,140 x 0,570 x 0,120 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate ED
Schrift erhaben
Zustand 2006 in situ; Beschädigung leicht;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2007: Grabmal lotrecht ausgerichtet, Endreinigung (ausgeführt durch Carl Schütt + Sohn GmbH)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1039, N 3041
shha (JG 73), S. 453, Nr. 3; Vorsteher der Chewra Kaddischa der Totengräber, gestorben in Hamburg, beigelegt links der betagten, aufrechten Frau Pe..., Gattin von Feiwsesch, Sohn von Aharon Levi und dazwischen eine reservierte Grabstelle, und vor der Gattin des o.g. Jaakow.
Grunwald, S. 242, Nr. 745

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-09-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-810
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-810
(letzte Änderungen - 2013-03-23 14:28)

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