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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3335
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3335: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3335

Name

Chajim ben Reuwen [28.03.1653]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏קבור ונטמן שורק‏‎ ist begraben und geborgen eine ›edle Rebe‹,
‎‏נטע נאמן בקרן בן‏‎ ein getreuer Pflänzling ›auf fetter Bergeshöhe‹,
‎‏שמן הלך לו לאור באור‏‎ er ging ›um erleuchtet zu werden im Lichte
‎‏החיים פ..ת(?) בארץ החיים‏‎ 5 des Lebens‹, ... im Lande des Lebens,
‎‏הוא היקר פרנס ומנהג כמר‏‎ es ist der Teure, der Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr
‎‏חיים בר ראובן ז״ל מת ונקבר‏‎ Chajim, Sohn des Reuwen, sein Andenken zum Segen, gestorben und begraben
‎‏עש״ק כ״ט אדר שני תי״ג לפ״ק‏‎ (am) Rüsttag des heiligen Schabbat, 29. des zweiten Adar 413 der kleinen Zählung,
‎‏ביום אשר הוא סימן יפה‏‎ an dem Tag, der ›ein gutes Zeichen ist
‎‏לנשמות הלך לו למנוחות‏‎ 10 für die Seelen‹, ging er hin zu den Ruhestätten,
‎‏ואותנ׳ עזב לבכי ואנחות‏‎ und uns ließ er zurück weinend und seufzend.
‎‏נשמתו תהא צב״צ החיים‏‎ Seine Seele es sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏עש״צ שבגע״א‏‎ mit den übrigen gerechten Männern, die im Garten Eden, Amen

 

 Zl 2: Jes 5,2 u. Jer 2,21  Zl 3: Jes 5,1  Zl 4f: Ijob 33,30  Zl 9f: bKet 103b

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Freitag, 28.03.1653 ;
Zln 9/10: Es ist ein "gutes Zeichen", am Ausgang des Versöhnungstages zu sterben, denn dann gilt der Verstorbene als sündenfrei. Chajim ben Reuwen starb an einem "kleinen" Versöhnungstag, einem im 16. Jahrundert von Kabbalisten in Safed eingeführten, von Moses Cordovero so benannten Fastentag an jedem Vorabend eines neuen Monats (mit Ausnahme von Neujahr und wenn der Tag auf einen Schabbat fällt.)

Beschreibung

Maße 1,870 x 1,000 x 0,270 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate GP
Schrift vertieft
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Verwitterung leicht; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2005: 1. verankert und geklebt auf originalem Fundamentteil; 2. Grabdenkmal wurde ausgerichtet und standsicher festgesetzt; 3. Reinigung mit Wasserdampf. (ausgeführt durch Fa. M. Kulmer)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4925, S 855
shha (JG 73): -
Duckesz, Genealogie, S. 24, Nr. 31 (Inschrift) und S. 38 (D)
Grunwald, S. 293, Nr. 3743

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 178

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto
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2002-05-27
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Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Regina Schwarzburg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2007

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3335
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3335
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
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