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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2103
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2103: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2103

Name


Rechle bat Juspa SeGaL ⚭ Awraham ben Meir [23.10.1717]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏קבורת רחל עטרת בעל[ה]‏‎ ist ›das Grab Rachels‹, ›Krone ihres Gatten,‹
‎‏צנועה במעשי׳ פתוחה‏‎ züchtig in ihrem Tun, ›offen war
‎‏ידה לאביונים היקר[ה]‏‎ ihre Hand für die Armen‹, die Teure,
‎‏תמימה בדרכיה ישרה‏‎ 5 lauter auf ihren Wegen, aufrecht,
‎‏באהל תבורך הילו[דה]‏‎ ›im Zelte gesegnet‹, die [Wöchnerin?],
‎‏מ׳ רעכלי בת כ׳ יוזפא‏‎ Frau Rechle, Tochter des geehrten Juspa
‎‏סג״ל אשת אברהם בר‏‎ SeGaL, Gattin des Awraham, Sohn des
‎‏[מ]א[יר] נפטר׳ יו׳ ש״ק ח״י‏‎ [M]e[ir], verschieden (am) Tag des heiligen Schabbat, 18.
‎‏חשון ונקבר׳ יו׳ א׳ י״ט בו‏‎ 10 Cheschvan und begraben Tag 1, 19. desselben,
‎‏תע״ח לפ״ק תנצב״ה‏‎ 478 der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Vgl. Gen 35,20 | Zl 2: Spr 12,4  Zl 3f: Vgl. Spr 31,20  Zl 6: Ri 5,24

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 23.10.1717 ; begraben am nächsten Tag
Frau Rechle, deren Name schon gleich zu Beginn der Eulogie mittels eines Zitats vorweggenommen ist, wird als tugendhafte und tüchtige Frau, wie sie dem schabbatlich rezitierten, traditionellen Idealbild aus Spr 31 entspricht, unter Hervorhebung einiger ihrer Tugenden, gepriesen.
Zl 6a: Zu Ri 5,24: Traditionell besteht Jaels Tugend darin, dass sie sich in den Zelten aufhielt und gerade deswegen Israel in der Bedrängnis zur Hilfe wurde.
Zl 6b: Das Fragment ‎‏הילו‏‎ könnte Bestandteil des Wortes ‎‏היולדה‏‎ (die Wöchnerin / die Gebärende) sein, wobei anzunehmen wäre, dass ‎‏ל‏‎ und ‎‏ו‏‎ vertauscht wurden.
Zl 9: Das Sterbedatum ist in umgekehrter Buchstabenfolge angegeben, sodass das Wort ‎‏חי‏‎ (Leben) entsteht.
Zl 11: Statt der Abkürzung ‎‏לפ״ק‏‎ steht ‎‏ל״ק‏‎.

Beschreibung

Lage Planquadrate FI
Beschreibung Zwischen zwei reliefierten Pilastern ausgespannter, an den Seiten volantartig fünffach geraffter, oben flach durchhängender Vorhang als Inschriftenfeld. Auf flachen Kapitellen lagernd ein eingezogener, geschweifter und mehrfach gestufter vorkragender Bogen mit Eckakroterien. Das Wort ‎‏פה‏‎ steht zentriert. In der Lunette plastisch herausgearbeitet ein aus drei Blumen gebundener Strauß.
Schrift vertieft
Symbol Blumen
Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung, insbesondere aufgespannter Mantel
Zustand 2006 Verwitterung mittel;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3909, CII 442; Namensangabe: Meier, Rechel, Frau Abraham, gb. Joseph Levi
shha (JG 73), S. 8, Nr. 6; die Gattin von Awraham, Sohn von Meir, beigelegt links von Awraham Kohen (Nr. hha-2104, CII 441)
Grunwald: -

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-22
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2103
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2103
(letzte Änderungen - 2013-07-25 12:15)

 

Steinheim-Institut
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