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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2075
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2075: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2075

Name


Josef Joel ben Jaakow Joels [28.05.1730]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist geborgen
‎‏יוסף דעת לעשות לה׳ יואל‏‎ Erkenntnis mehrt er, um dem Ewigen einen Gefallen zu tun,
‎‏ויהי ידיו אמונה לאל‏‎ ›seine Hände blieben‹ verläßlich für Gott,
‎‏אשורי׳ תמימי דרך שואל‏‎ die Schritte der lauter Wandelnden suchte er,
‎‏לפני׳ צדקתו תלך לפני אל‏‎ 5 ›seine Gerechtigkeit möge ihm voranschreiten‹ vor dem Ewigen,
‎‏ה״ה כ׳ יוסף יואל בן כ׳ יאקב‏‎ es ist der geehrte Josef Joel, Sohn des geehrten Jaakow
‎‏יואלש נפטר ונקבר יו׳‏‎ Joels; verschieden und begraben Tag
‎‏א׳ י״ב סיון ת״צ לפ״ק‏‎ 1, 12. Sivan 490 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: Ex 17,12  Zl 5: Ps 85,14

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Sonntag, 28.05.1730 ;
Die mit viel Überlegung zusammengestellte Eulogie preist den Verstorbenen als einen belesenen, ja sogar gelehrten, sich stets weiterbildenden und halachaobservanten Menschen.
Die phanopoetische Ausgestaltung der Eulogie weist einige Besonderheiten auf: Die Zeilen 2 bis 5 reimen auf -el, einen der Namen des Ewigen, der auch Bestandteil des zweiten Vornamens Joel ist. Dies kann als Unterstützung der in der Eulogie zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit des Verstorbenen betrachtet werden.
Rahmung der zweiten Zeile bilden die Wörter Josef und Joel, die nicht nur syntaktische, sondern auch semantische Konstituenten darstellen.
Eine gewisse Rahmung ist auch in Zeile 5 durch die zweimalige Buchstabenfolge ‎‏לפני‏‎ gegeben.
Zl 2b: ist Zitatfragment aus MidrTeh 138,2. Der dort zitierten Schriftstelle aus Joel 2,21 mit Bezug auf Ps 126,2: ‎‏כי הגדיל ה׳ לעשות‏‎ ist die Stellenangabe ‎‏יואל‏‎ unmittelbar angefügt. Offensichtlich wurden aus diesem um den Prophetennamen Joel "erweiterten" Satz für den Epitaph einige Wörter zu einer neuen Bedeutung zusammengestellt, um nicht zuletzt den "zweiten" Namen des Verstorbenen symmetrisch analog zum "ersten" vorwegzunehmen und hervorzuheben.

Stilmittel

Reim auf -el in Zln 2-5;.
Akrostichon in Zeilen 2-5: ‎‏יואל‏‎ Joel

Beschreibung

Lage Planquadrate FI
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem, dreifachgestuftem und mit Eckakroterien verziertem Bogenabschluß auf zwei reliefierten Pilastern ruhend.
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 Inschriftenfeld als stilisierter, zwischen den Pilastern gespannter und diese, außer deren Sockeln, bedeckend, an Knäufen mit Kordeln befestigter Vorhang - an einen Parochet vor einem Aron ha Kodesch erinnernd -, oben bogig durchhängend und an den Seiten dreifach gerafft. Im Giebelfeld ein muschelartiges Blattgebilde, über dessen volutenartigen Fuß eine Palmblattgirlande dem Verlauf des Bogens folgend, herabwellt. Die Lettern der Abkürzung ‎‏פ״נ‏‎ auf die beiden oberen Ecken des Vorhangs verteilt. Die Buchstaben sind erhaben gearbeitet;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 5562, CII 531; Namensangabe: Wallsch, Joseph Jakob
shha (JG 73), S. 60, Nr. 8; Joel, Sohn von Jokew Joels, beigelegt links des oben genannten (Mosche, Sohn des Vorstehers und Leiters Feiwesch SeGaL [kein Grabstein])
Grunwald, S. 302, Nr. 4280; Namensangabe: Wals, Jos. b. Jac

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-21
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2075
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2075
(letzte Änderungen - 2013-06-06 15:30)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-2075
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