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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2066
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2066: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2066

Name


Hanna bat Jaakow ⚭ Kalman Haag [27.06.1729]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט אשה‏‎ Hier ist geborgen
‎‏הגונה יקרה וחשובה‏‎ eine Würdige, eine Teuere und Angesehene,
‎‏נעימה אמירה כתיבה‏‎ Wohlgefälliges (ist über sie) gesagt und geschrieben,
‎‏היה מעשי׳ שוין לטובה‏‎ all ihre Werke, deren Wert ist gleich an Güte,
‎‏ה״ה מר׳ הנה בת כ׳ יעקב‏‎ 5 es ist Frau Hanna, Tochter des geehrten Jaakow,
‎‏אשת קלמן הג נפטר׳‏‎ Gattin des Kalman Haag, verschieden
‎‏ונקברה יום ב׳ ר״ח תמוז‏‎ und begraben Tag 2, Neumond Tammus
‎‏תפ״ט לפ״ק‏‎ 489 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 27.06.1729 ;
Die Eulogie des künstlerisch aufwendig ausgestalteten Epitaphs stellt eine Kombination von z.T. abgewandelten Talmudzitaten zum Zwecke der Hervorhebung der Würde, des Ansehens und der vorbildlichen Lebensführung der Verstorbenen, welche indirekt sogar mit der Saras gleichgestellt wird, dar. Das Verzeichnis von Grunwald gibt den Todes- und Begräbnistag mit dem 1.Tammus 489 an.
Zl 3: Die drei Attribute erscheinen in bSchab 105a, wo sie zur Erläuterung des Dekalogbeginns Ex 20,2 dienen, in anderer Reihenfolge. Sie bilden dort mit dem zusätzlichen Wort ‎‏יהיבה‏‎ das Akrostichon ‎‏אנכי‏‎, das erste Wort des genannten Schriftverses, "Ich". Man darf sagen, dass hier eine Frau mit der Tora verglichen wird.
Zl 6: Der Familienname ‎‏הג‏‎ erscheint im Verzeichnis Grunwald als "Haag".

Stilmittel

Reim Endreim auf -wah und Binnenreim auf -ah in Zln 2-4.
Akrostichon in Zeilen 2-4: ‎‏הנה‏‎ Hanna

Beschreibung

Lage Planquadrate GH
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit hochgeschweiftem, dreifachgestuftem und mit Eckakroterien verziertem Bogen auf zwei reliefierten Pilastern ruhend.
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung, insbesondere Palmetten; gestalterische Verzierung, insbesondere Muschel, aufgespannter Mantel
Zustand 2006 Verwitterung leicht links-vertikal und rechts unten im Inschriftenfeld;
2006 Inschriftenfeld als stilisierter, zwischen den Pilastern gespannter und diese, außer deren Sockeln, bedeckend, an Knäufen mit Kordeln befestigter Vorhang - an einen Parochet vor einem Aron ha Kodesch erinnernd -, oben bogig und an den Flanken dreifach gestuft gerafft. In der Lünette eine Muschel mit daraus entspringender, zu beiden Seiten bogig niederfallender Blattgirlande. Am Fuße der Muschel ein Volutenelement mit herüberwellendem Akantusblatt;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1774, CII 578; Datumsangabe: 28.06.1729 (1. Tammus 489)
shha (JG 73), S. 57, Nr. 16; Hanna, Kalman Haag, beigelegt rechts der Gattin des Efraim, Sohn des Schmuel Hekscher (Nr. hha-2065, CII 579).
Grunwald, S. 252, Nr. 1337; Datumsangabe: 1. Tam 489

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-21
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2066
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2066
(letzte Änderungen - 2013-03-17 20:15)

 

Steinheim-Institut
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