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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1184
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1184: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1184

Name


Bella bat Jokew [02.12.1721]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏וצפונה‏‎ und verwahrt
‎‏בתולה יקרה מפז‏‎ eine Jungfrau, ›kostbarer als mit Feingold‹
‎‏מסולא ׃‏‎ Aufgewogenes,
‎‏ידי׳ שלחה בכשרון‏‎ 5 ›ihre Hände streckte sie aus‹ geschickt
‎‏פעולה ׃‏‎ im Tun,
‎‏לאבל נהפך מחול׳‏‎ ›zu Trauer kehrte sich um ihr Reigen‹,
‎‏הי{ת}ה נאה וחסודה‏‎ ›lieblich war sie und anmutsvoll‹,
‎‏ווי להאי שופרא‏‎ ›wehe um diese Schönheit,
‎‏דבלע ה״ה הבתולה‏‎ 10 die vergangen‹, es ist die Jungfrau,
‎‏מרת בילה בת‏‎ Frau Bella, Tochter des
‎‏האלוף הר״ר יאקב‏‎ Vornehmen, des Meisters, Herrn Jokew,
‎‏יצ״ו נפטר׳ ונקבר׳ ביו׳‏‎ sein Fels und Erlöser behüte ihn, verschieden und begraben am Tag
‎‏ג׳ י״ב כסלו תפ״ב ל׳‏‎ 3, 12. Kislev 482 der Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 15 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: nach Klgl 4,2  Zl 5: Spr 31,19  Zl 7: Klgl 5,15  Zl 8: bKet 17a  Zl 9f: Zusammengesetzt aus bBer 5a und Jes 25,8

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Dienstag, 02.12.1721 ;
Die Trauer um Jungverstorbene wird häufig mit Zitaten aus den Klageliedern ausgedrückt, und auch das aramäische Talmudzitat in Zeile 9 wird oft verwendet, insbesondere bei Frauen namens Bella, wegen der klanglichen Nähe des Namens zum Verb bala, bila, bula /„verschlungen“. Das Talmudzitat aus dem Traktat Ketubot („Von der Ehelichung“) in Zeile 8 bezieht sich dort auf eine Braut und deutet hier vermutlich das heiratsfähige Alter von Bella und vielleicht sogar ihre bereits geplante Hochzeit an. Gleichzeitig beginnt es mit dem letzten Buchstaben des Namensakrostichon Bella und nimmt so die Bedeutung ihres auf romanischen Ursprung zurückgehenden Namens, „die Schöne“, auf. Der Name ist auch in den (nicht ganz durchgehaltenen) Endreim auf -lah mit einbezogen.
Zl 8: Dort von der Braut gesagt, eine mögliche Anspielung; ‎‏היה‏‎ statt ‎‏היתה‏‎, (männliche statt weibliche Form).
Zl 13a: Der Nennung noch lebenden Personen nachgestellt.

Stilmittel

Reim auf -ulah in Zln 4,6,7,10 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 3, 5, 7-8: ‎‏בילה‏‎ Bella

Beschreibung

Lage Planquadrate EK
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung, insbesondere Kranz; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 in situ; Verwitterung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2784, CII 389 Jacob, Jungfrau Betti, gest. 12. K. 481 (statt 482).
shha (JG 73), S. 25, Nr. 9; die Jungfrau, die Braut Bella, Tochter von Jokew Stade, beigelegt links von ihrem Großvater Wolf Stade (Nr. hha-1189, CII 388).
Grunwald, S. 264, Nr. 2076; Jacob, Jgfr. Betti, gest. 12. K. 481 (statt 482)

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-15
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1184
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1184
(letzte Änderungen - 2015-10-23 09:23)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-1184
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