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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1183
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1183: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1183

Name


Rösche bat Feiwesch Hekscher ⚭ Jokew [17.2.1722]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט שושנת יעקב‏‎ Hier ist geborgen die Rose Jaakows,
‎‏רחימה נעימה היתה‏‎ barmherzig und ›wohlgefällig war
‎‏במעשה ידיה ׃‏‎ das Tun ihrer Hände‹,
‎‏ידי עני ואביון החזיקה‏‎ ›die Hände des Armen und Bedürftigen stützte sie‹
‎‏בידיה‏‎ 5 mit ihren Händen,
‎‏זריזה היתה במצות‏‎ flink war sie in den Geboten
‎‏ה׳ כל ימיה ׃‏‎ des Ewigen all ihre Tage,
‎‏כל בת מלך פנימה‏‎ ›aller Königstochter Herrlichkeit
‎‏כבודה ׃‏‎ ist im Innern‹,
‎‏אשת חיל עטרת‏‎ 10 ›die tüchtige Gattin, die Krone
‎‏היתה לבעלה ׃ ה״ה‏‎ ihres Gatten war sie‹, es ist
‎‏האשה מ׳ ריזכא בת‏‎ die Frau Rösche, Tochter des
‎‏כ׳ פייבש העקשר א׳‏‎ geehrten Feiwesch Hekscher, Gattin des
‎‏האלוף כה״ר יאקב‏‎ Vornehmen, des geehrten Meisters, Herrn Jokew,
‎‏יצ״ו נפט׳ בש״ק ונק׳‏‎ 15 sein Fels und Erlöser behüte ihn, verschieden am heiligen Schabbat und begraben
‎‏ביו׳ א׳ י״ב אדר תפ״ב ל׳‏‎ am Tag 1, 12. Adar 482 der Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2f: Vgl. RutR zu Rut 2,5  Zl 4: Ez 16,49  Zl 8f: Ps 45,14  Zl 10f: Spr 12,4

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 17.2.1722 , begraben 1 T.
Der Tod im Freudenmonat Adar gibt oft Anlaß den Kontrast zu betonen zwischen der allgemeinen Fröhlichkeit und der persönlichen Trauer. Hier jedoch scheinen die beiden eröffnenden Worten der Inschrift, die die persönlichen Verhältnisse und Schicksal mit dem bevorstehendem Fest verbinden, auf Harmonie und Freude zu deuten, wie auch die Fortsetzung des Pijuts lautet: ".. ward Jubelvoll und freute sich". Vielleicht ist hier die Freude in der künftigen Welt gemeint.
Zl 1: "Die Rose Jaakows" heißt der Pijut (liturgische Dichtung), der an Purim in der Synagoge im Anschluß an den Segen nach der Lesung der Esterrolle gesungen wird. Die Inschrift mit dem gleichlautenden Anfang des Pijuts beginnen zu lassen ist besonders passend, weil Jokew bzw. Jaakow der Name von Röschens Gatte ist. Passend auch, weil Purimfest nur drei Tage später (am 14. Adar) gefeiert wurde.

Stilmittel

Reim auf -a in Zln 2-11 (auf - eiha bis Zl 7).
Akrostichon in Zeilen 2, 4, 6, 8, 10: ‎‏ריזכא‏‎ Rösche

Beschreibung

Lage Planquadrate EK
Schrift erhaben
Symbol Namenssymbol: Rose
Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 in situ; Beschädigung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2785, CII 390
shha (JG 73), S. 26, Nr. 3; Rösche, Gattin des Jokew Stade, beigelegt links von ihrer Tochter Bella (Nr. hha-1184, II 389).
Grunwald, S. 264, Nr. 2077

Fotografien

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Bert Sommer

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2004-09-02
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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1942-1944
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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1183
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1183
(letzte Änderungen - 2013-07-25 12:15)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-1183
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