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Herford 262 Inschriften (~1679-2013)

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ID her-175
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Herford, her-175: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?her-175

Namen

Fritz Herzfeld [13.07.1908]
Hermann Herzfeld [16.04.1934]
Emmy Herzfeld geb. Dalberg [12.11.1939]
Hellmut Herzfeld [03.12.1972]
Henny Herzfeld geb. Heuberg [10.01.1999]    

Diplomatische Transkription

 Links:
Fritz Herzfeld
22.12.1901 - 13.7.1908
 Mitte:
Hermann Herzfeld
24.9.1871 - 16.4.1934
5 Hellmut Herzfeld
9.10.1900 - 3.12.1972
Henny Herzfeld
geb. Heuberg
23.9.1909 - 10.1.1999
 Rechts:
10 Emmy Herzfeld
geb. Dalberg
geb. 25.6.1875 in Niedermarsberg
Aus der Heimat vertrieben
durch böser Mächte Walten
15 gestorben und begraben
am 12.11.1939 in Buenos Aires
Dennoch mit euch in Liebe vereint!

Kommentar

Datierung Fritz Herzfeld: Geboren 22.12.1901; gestorben 13.07.1908
Hermann Herzfeld: Geboren 24.09.1871; gestorben 16.04.1934
Emmy Herzfeld: Geboren 25.06.1875; gestorben 12.11.1939
Hellmut Herzfeld: Geboren 09.10.1900; gestorben 03.12.1972
Henny Herzfeld: Geboren 23.09.1909; gestorben 10.01.1999
Grabmal für ein Ehepaar, ihre zwei Söhne und eine Schwiegertochter: Der jüngere Sohn war bereits 1908 als Kind gestorben, sein Vater starb 1934. Seine Frau konnte sich mit ihren Sohn rechtzeitig vor der Deportation nach Argentinien flüchten, starb dort aber schon 1939. Der ältere Sohn überstand die NS-Zeit, kehrte wahrscheinlich zurück und liegt hier mit seiner Frau begraben.

Beschreibung

Material Marmor
Beschreibung Sehr breites, querrechteckiges Grabmal auf profiliertem Sockel.
Schrift vertieft (mit weißer Farbe ausgelegt)
Zustand 2016 Gut erhalten.

Zur Person

Hermann Herzfeld war Besitzer des 1899 eröffneten Textilkaufhauses Herzfeld im Gehrenberg 15, des ersten Kaufhauses in Herford. 1902 brannte das Haus bis auf die Grundmauern ab und wurde als erstes Geschäftshaus in Minden-Ravensberg aus Beton wieder aufgebaut.
Hermann Herzfeld betätigte sich karitativ, unter anderem trug er zum Neubau des städtischen Krankenhauses mit bei.
Sein Sohn Paul hatte nach dem Tod des Vaters das Unternehmen übernommen. Nach 1933 ging aufgrund der Boykotte der Umsatz jedoch stark zurück, 1938 musste die Familie das Haus zwangsverkaufen. Paul Herzfeld, sein Bruder Hans und seine Mutter folgten dem Bruder Hellmut, welcher bereits 1933 nach Argentinien emigriert war, nachdem ihm seine Zulassung als Rechtsanwalt entzogen worden war.
Hellmut Herzfeld kehrte 1954 nach Deutschland zurück und ließ sich in Bielefeld nieder.

Quellen / Sekundärliteratur

Christine und Lutz Brade / Jutta und Jürgen Heckmanns (Hg.): Juden in Herford, 700 Jahre jüdische Geschichte und Kultur in Herford, Bielefeld 1990, S. 82f., 86f., 94, 124f., 143-146.

Fotografien

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Jürgen Escher

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Herford, her-175
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