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Hennef 54 Inschriften (1886-1971)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hen-13
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hennef, hen-13: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hen-13

Name

Schlomo ben Mosche Halevi (Salomon Mannheimer) [13.01.1894]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏שלום עם אלהיו‏‎ vollkommen in Frieden mit seinem Gott,
‎‏לקח טוב על שפתיו‏‎ ›gute Lehre auf seinen Lippen‹,
‎‏מורה דרך ליחידו‏‎ Wegweiser für seinen Einzigartigen,
‎‏הולך תמים ינחל כבוד לעולמו‏‎ 5 ›ein lauter Wandelnder‹ hinterläßt Ehre seiner Welt,
‎‏בר משה הלוי‏‎ Sohn des Mosche Halevi,
‎‏נולד ביום כ״ד סיון תקע״ט לפ״ק‏‎ geboren am 24. Tag des Sivan 579 der kleinen Zählung,
‎‏מת ביום עש״ק ה׳ שבט תרנ״ד לפ״ק‏‎ gestorben am Rüsttag des heiligen Schabbat, 5. Schwat 654 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Hier ruht 10
u. unvergesslicher Bruder u. Onkel
Salomon Mannheimer
aus Uckerath
geb. 24. Juni 1828 gest. 13. Jan. 1894.
Friede seiner Asche. 15

 

 Zl 3: nach Spr 4,2  Zl 5: Ps 15,2

Kommentar

Datierung Geboren Donnerstag, 17.06.1819; gestorben Freitag, 13.01.1894
Zl 2a: Mit dem ersten Wort, Schalom/Frieden, wird auf den Namen des Verstorbenen, Schlomo, angespielt.
Zl 4: Wegweiser ist Jes 2,3 entnommen; Der Einzigartige (der Welt) ist eine nachbiblische Ehrenbezeichnung Gottes, s. z.B. Midrasch Numeri 19 und im jMeg 1,71b,54.
Zln 2-5: Namensakrostichon; die Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen, geben den Namen des Verstorbenen: SCHLoMo wieder. Eine mögliche Markierung oberhalb der Buchstaben, wie sie häufig vorkommt, um auf diese Besonderheit auch optisch hinhzuweisen, ist heute nicht (mehr?) zu erkennen.
Dieser Vorname des Verstorbenen steht nicht explizit im Text, sondern ist nur aus diesem Akrostichon zu entnehmen. Einen optischen Hinweis darauf bietet die nachfolgende Zl 6, die eingerückt wurde.
Zum Geburtsdatum: Die Angabe im deutschen Text ist sehr wahrscheinlich die korrekte, denn die Sterbeurkunde gibt das Alter mit 65 Jahren an. Der Grund für die offensichtlich falsche Angabe im hebräischen Text mag darin liegen, daß einer der Buchstaben, die das Todesjahr angeben, verwechselt wurde. Setzt man (5)589 anstelle des hier geschriebenen (5)579, ergibt die Umrechnung den 24.6.1829, eine Abweichung von genau einem Jahr gegenüber dem deutschen Text.

Stilmittel

Akrostichon in Zeilen 2-5: ‎‏שלמה‏‎ Schlomo

Beschreibung

Maße H: 113 B: 62 T: 14 cm; Sockel: H: 31 B: 67 T: 19 cm
Material Sandstein
Beschreibung Gesockelte Stele mit geschweiftem, leicht vorkragenden Rundbogenabschluß, im Giebel die plastische Levitenkanne. Das Schriftfeld ist erhaben, die Inschrift ist teils zentriert, teils rechtsbündig angebracht. Der deutsche Text ist auf die Rückseite geschrieben.
Symbol Levitenkanne
Zustand Das Schriftfeld auf der Vorderseite zeigt Verwitterungsspuren.

Zur Person

Der Metzger Salomon Mannheimer wurde 1828 in Künzenhohn geboren. Seit 1846 trug er den von seinem Vater beibehaltenen Namen Mannheimer als festen Familiennamen. Er starb unverheiratet im Alter von 65 Jahren in Uckerath.

Zur Familie

Vater: Moses Mannheimer, gest. 1875 in Uckerath (Siegburg Nr. sgb-0134)
Mutter: Jetta Mannheimer geb. Salomon, gest. 1866 in Uckerath (Siegburg Nr. sgb-0278)
Geschwister: Karoline Mannheimer, gest. 1899 in Siegburg (Siegburg Nr. sgb-0505); Isack Mannheimer (Nr. hen-0034); Meyer Mannheimer, gest. 1881 in Uckerath (Siegburg Nr. sgb-0365)

Quellen / Sekundärliteratur

Amtsblatt 1846, Nr. 250
Uckerath S 3/1894

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hennef, hen-13
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hen-13
(letzte Änderungen - 2013-07-25 14:30)

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Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hen-13
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