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Würzburg - Heidingsfeld 159 Inschriften (1810-1939)

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ID hdf-818
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-818: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-818

Name

Schmuel ben Seligman ­Mohr [08.11.1856]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏מצבת‏‎ ›Grab-
‎‏קבורת הבחור כמ״ר שמואל בן כ״ה זעליגמאן מאהר‏‎ mal‹ des Junggesellen, des geehrten Herrn Schmuel, Sohn des geehrten Herrn Seligman ­Mohr
‎‏מפה טרח וקים מצות כבד‏‎ von hier; er mühte sich und wahrte das Gebot, zu ehren
‎‏אב ואם ויאסף אל עמיו ביום ש״ק‏‎ Vater und Mutter und ›ward versammelt zu seinem Volke‹ am Tage des heiligen Schabbat,
‎‏יוד חשון תרי״ז לפ״ק‏‎ 5 zehnter Cheschvan 617 der kleinen Zählung.
‎‏עלה ממעל‏‎ Er stieg auf (nach) droben,
‎‏שלח להעל‏‎ sandte zum Ewigen oben
‎‏נשמתו למרום‏‎ seine Seele in die Höhe
‎‏לעדן ורום‏‎ zu Eden und Höhe
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1f: Gen 35,20  Zl 4: Gen 25,8 u.ö.

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 08.11.1856
Ein aus jeweils zwei Wörtern in vier Zeilen zusammengesetztes, gereimtes Gedicht beschreibt den Aufstieg der Seele dieses jungen Mannes, der besonders eifrig das Gebot, Vater und Mutter zu ehren, gewahrt hatte, in die himmlische Welt. Wenn die Identifizierung mit dem Lehrer Samuel Mohr stimmt, enthält sich die Inschriften jeglichen Hinweises auf seine Gelehrsamkeit und seine Lehrtätigkeit.
Zl 3: Der Familienname wurde entsprechend deutscher Orthografie geschrieben.

Stilmittel

Reim auf -a'al in Zln 6-7, auf -rom in Zln 8-9.

Beschreibung

Maße 132 x 64 x 13
Lage Feld B, Reihe 08, Stein Nr. 18 (0818)
Beschreibung Stele mit rundbogig schließendem Schriftfeld, darüber ein zweifach geschweifter, in Voluten endender Abschluß mit einer stilisierten Konche in der Mitte, in die die hebräische Kopfzeile eingeschrieben ist; Zeile 2 folgt dem Verlauf des Rundbogens.
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand 2010 Mittlere Verwitterung.

Zur Person

Schmuel ben Seligman Mohr, das ist vermutlich der Lehrer Samuel Mohr, der im Jahr 1830 um eine temporäre Aufenthaltsbewilligung nach Würzburg nachsuchte.

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 60, Nr. 589.
Ursula Gehring-Münzel: Vom Schutzjuden zum Staatsbürger. Die gesellschaftliche Integration der Würzburger Juden 1803-1871 (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Würzburg, Bd. 6), Würzburg 1992, S. 240, Anm. 269.

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-818
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(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:44)

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