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Würzburg - Heidingsfeld 159 inscriptions (1810-1939)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hdf-556
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-556: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-556

Name

Awraham (genannt Adolf ­Bing) ben Schlomo Bing Halevi (Adolf ­Bing) [30.07.1878]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האיש היקר כ״ה אברהם בן‏‎ der teure Mann, der geehrte Herr Awraham, Sohn des
‎‏כהר״ר שלמה בינג הלוי המכונ׳‏‎ geehrten Meisters, Herrn Schlomo Bing Halevi, genannt
‎‏אדולף בינג‏‎ Adolf ­Bing
‎‏מתושבי ווירצבורג נפטר‏‎ 5 von den Einwohnern von Würzburg, verschieden
‎‏בעיר רייכענהאלל כאשר‏‎ in der Stadt Reichenhall, als er
‎‏היה שם לרפואה ביום‏‎ dort zur Heilung war, am Tag
‎‏ג׳ ער״ח אב תרל״ח לפ״ק‏‎ 3, Vorabend des Neumonds Aw 638 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruhet 10
Herr Adolf ­Bing
Kaufmann in Würzburg
gest. in Reichenhall
am 30. Juli 1878.
 Postament
Schlummere sanft im stillen Grabessande 15
Gatte, Vater, schlummere sanft u. leicht
Droben in dem bessern Heimathlande
Werde Dir des Lohnes Kranz gereicht.

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 30.07.1878

Beschreibung

Maße 247 x 89/100 x 34/48
Lage Feld B, Reihe 05, Stein Nr. 56 (Neuer Teil) (0556)
Beschreibung Hohe, sich leicht nach oben verjüngende Stele auf Postament, mit eingesetzter Schrifttafel mit geradem Abschluß in vertieftem Schriftfeld mit einem Rahmen mit stilisierten Efeuranken im Relief, darüber über einem Authemion-Fries ein seitlich in kleine Rosetten auslaufendne Hufeisenbogenabschluß, im Bogenfeld eine reliefierte Levitenkanne, umgeben von Ranken.
Symbol Levitenkanne
Ornament florale Verzierung
Steinmetz Müller in Heidingsfeld.
Zustand 2010 Leichte Verwitterung.

Zur Person

Adolf Bing war ein Urenkel des Oberrabbiners Abraham Bing. Sein Vater Salomon Bing war ein Sohn des in Marktheidenfeld ansässigen Lederhändlers Benedikt Bing. Er hatte sich 1836 als Gerbermeister und später auch Lederhändler in Würzburg niedergelassen, erwarb schnell ein nicht unbeträchtliches Vermögen und hatte Ämter in der Verwaltung der Kultusgemeinde inne. Sein Sohn, der Kaufmann Adolf Bing, starb offensichtlich während einer Kur oder einem Sanatoriumsaufenthalt in Bad Reichenhall und wurde laut Begräbnisregister mit der Eisenbahn nach Heidingsfeld überführt.

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 40, Nr. 765.
Ursula Gehring-Münzel: Vom Schutzjuden zum Staatsbürger. Die gesellschaftliche Integration der Würzburger Juden 1803-1871 (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Würzburg, Bd. 6), Würzburg 1992, S. 265, *343 (zu Salomon Bing).
Roland Flade: Die Würzburger Juden. Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2. erweiterte Auflage, Würzburg 1996, S. 108 (zu Salomon Bing).

Fotografien

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Schrade, Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-556
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hdf-556
(last modified - 2013-07-27 11:44)

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