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Würzburg - Heidingsfeld 159 Inschriften (1810-1939)

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ID hdf-447
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-447: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-447

Name

Albert ­von Hirsch [14.01.1878]          

Diplomatische Transkription

Hier ruhet
Herr
Albert ­von Hirsch
auf Gereuth
5 Ehrenconservator des
k.b. National=Museums
Ritter I. Cl. des
Michaels=Ordens.
Gest. am 14. Januar 1878
10 im 58. Lebensjahr.
 Rückseite
Albert von Hirsch

Kommentar

Datierung Gestorben 14.01.1878
Offensichtlich handelt es sich um das Grabmal für Albert von Hirsch, dessen Postament und Aufsatz dem Grabmal gegenüber in Reihe 5 stehen (Nr. hdf-0552).

Beschreibung

Maße 195 x 86 x 37
Lage Feld B, Reihe 04, Stein Nr. 47 (Neuer Teil) (0447)
Beschreibung Hohes Grabmal mit auskragendem Dach, gekrönt von Voluten. Das vorgesetzte, vertiefte Schriftfeld schließt mit einbem eingezogenen Rundbogen, darin das Wappen der Familie von Hirsch in einem bebänderten Kranz.
Symbol Wappen der Familie von Hirsch: ein springender Hirsch, darüber ein Ritterhelm mit Federn, aus dem ein springender Hirsch steigt.
Zustand 2010 Grabmal einerseits und Postament und Aufsatz andererseits stehen hintereinander in zwei verschiedenen Reihen. Verwitterung und Beschädigungen am Giebel.

Zur Person

Albert von Hirsch auf Gereuth (dem Stammsitz der Familie bei Untermerzbach) war ein Sohn des Würzburger geadelten Bankiers Joel Jakob von Hirsch, vermutlich aus dessen zweiter Ehe mit der jung verstorbenen Sara geb. Kaulla.
Das Bayerische Nationalmuseum war 1853 von König Maximilian II als ein Museum für vaterländische Altertümer gegründet worden. Albert von Hirsch war Ehrenkonservator dieses Münchner Museums und bedachte auch den historischen Verein seiner Vaterstadt Würzburg mit wertvollen Schenkungen, darunter eines Gemäldes von Holbein.
Der Michaelsorden ist ein königlich Bayrischer Verdienstorden, der 1721 von Kurfürst Johann Klemens von Köln, Herzog von Bayern, zur "Aufrechterhaltung des katholischen Glaubens" gestiftet wurde. 1837 wurde er in einen Verdienstorden für Vaterlandsliebe und nützliches Wirken verwandelt und war seit 1853 in fünf Klassen eingeteilt. Albert von Hirsch wurde dieser Orden I. Klasse verliehen.
Dem Begräbnisregister kann man entnehmen, daß Albert von Hirsch zuvor in Wien gelebt hatte und im Krankenhaus in Werneck gestorben ist.

Zur Familie

Vater: Joel Jakob von Hirsch (Grabstein Nr. hdf-0450)
Mutter: Sara von Hirsch geb. Kaulla (Grabstein Nr. hdf-0316)

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 40, Nr. 760.
Ursula Gehring-Münzel: Vom Schutzjuden zum Staatsbürger. Die gesellschaftliche Integration der Würzburger Juden 1803-1871 (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Würzburg, Bd. 6), Würzburg 1992, S. 438 (dort "Albrecht" von Hirsch).

Fotografien

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Schrade, Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-447
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(letzte Änderungen - 2014-10-20 13:14)

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