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Würzburg - Heidingsfeld 159 Inschriften (1810-1939)

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ID hdf-2074
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-2074: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-2074

Name

Emma bat Sigmund ­Edenfeld [01.08.1858]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏מצבת‏‎ ›Das Steinmal‹
‎‏הילדה עממא בת‏‎ des Kindes Emma, Tochter des
‎‏של כמ״ר זיגמונד עדענפעלד‏‎ geehrten Herrn Sigmund ­Edenfeld
‎‏מוו״ב נפטרה ביום ג׳ כ״א אב‏‎ aus Würzburg, verschieden am Tag 3, 21. Aw
‎‏תרי״ח לפ״ק‏‎ 5 618 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1: Gen 35,14

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag!, 01.08.1858 (s.u.)
Der Sterbetag fiel auf Sonntag, nicht Dienstag, wie in der Inschrift und im Begräbnisregister angegeben.
Zln 2- 3: Die Namen sind entsprechend deutscher Orthografie geschrieben.

Beschreibung

Maße 83 x 55 x 8
Lage Feld A, Reihe VI, Stein Nr. 08 (2074)
Beschreibung Kleines Grabmal mit eingezogenem Rundbogenabschluß und vertieftem Schriftfeld.
Zustand 1996 Leichte Verwitterung; starker Flechtenbewuchs. 2010: Unverändert.

Zur Person

Auch im Begräbnisregister ist für Emma Edenfeld kein Alter angegeben, doch wird sie dort als ‎‏העלמה‏‎ / "das junge Mädchen" bezeichnet.
Emma war eine Tochter des Würzburger Privatbankiers Sigmund Edenfeld. Dieser stammte aus Veitshöchheim und war ein Sohn des Heereslieferanten Simon Eissig, der 1817 den Namen Edenfeld annahm. Sigmund, der zunächst vergeblich versucht hatte, in Würzburg ansässig zu werden, betrieb in Veitshöchheim einen Schnittwarenhandel und unterstützte die Geschäfte seines Vaters. 1848 gelang ihm die Annahme als Großhändler für Tuch- und Manufakturwaren in Würzburg, und 1860 schließlich gründete er ein eigenes Bankhaus, das später von seinem Sohn Ernst weitergeführt wurde. Simon Edenfeld pflegte einen "dezidiert großbürgerlichen Lebensstil" und war u.a. Vorsitzender der Casino-Gesellschaft.

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 59, Nr. 603.
Ursula Gehring-Münzel: Vom Schutzjuden zum Staatsbürger. Die gesellschaftliche Integration der Würzburger Juden 1803-1871 (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Würzburg, Bd. 6), Würzburg 1992, S. 219, 230f., 257f., *331, 439, 526f., 534, *535 (zu Sigmund Edenfeld).
Roland Flade: Die Würzburger Juden. Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2. erweiterte Auflage, Würzburg 1996, S. 130 (zu Sigmund Edenfeld).

Fotografien

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Schrade, Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-2074
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hdf-2074
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:44)

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