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Würzburg - Heidingsfeld 159 Inschriften (1810-1939)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hdf-119
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-119: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-119

Name

Vogel ⚭ Josel SeGaL [24.01.1814]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשת חיל‏‎ ›die tüchtige Gattin‹,
‎‏צדקה עשתה‏‎ Wohltätigkeit führte sie aus,
‎‏כי פעול מעשיה הי׳‏‎ denn das Werk ihrer Taten war
‎‏נעימה ושנים רבות העלה נרות‏‎ 5 anmutsvoll und viele Jahre lang steckte sie Kerzen
‎‏על מנורה בבה״כ דכאן‏‎ auf den Leuchter in der hiesigen Synagoge,
‎‏האשה חשובה מ׳ פאגל‏‎ die angesehene Frau, Frau Vogel,
‎‏אשת הקצין ט״ה כ״ה יוזל סג״ל‏‎ Gattin des Einflußreichen, des Beisitzers der Gemeinde, des geehrten Herrn Josel SeGaL
‎‏מכאן שנפטרת ונקברת ביום‏‎ von hier, die verschieden ist und begraben wurde am Tag
‎‏ב׳ ג׳ שבט‏‎ 10 2, 3. Schwat
‎‏תקע״ד לפ״ק‏‎ 574 der kleinen Zählung.
‎‏ותנצב״ה‏‎ Und ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 31,10

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 24.01.1814 ;
Der auf dem Grabstein abgebildete Leuchter, eigentlich ein Chanukka-Leuchter, steht hier sicherlich zur Versinnbildlichung des Ehrenamtes, das Frau Vogel in der Synagoge erfüllte: die Leuchter dort stets mit ausreichend Kerzen zu bestücken. Der auf dem Grabstein abgebildete Leuchter hatte als Vorbild vielleicht den fast identisch gestalteten Chanukka-Leuchter aus der Heidingsfelder Synagoge, wie er 1927 von Theodor Harburger fotografiert wurde.

Beschreibung

Maße 120 x 70 x 11
Lage Feld B, Reihe 01, Stein Nr. 19 (0119)
Beschreibung Stele mit mehrfach geschweiftem und seitlich in Voluten endenden Flachbogenabschluß, im Giebelfeld ein reliefierter Chanukka-Leuchter zwischen zwei runden Medaillons mit den Buchstaben der abgekürzten Einleitungsformel, über einem leicht erhabenen, mit einem Rundbogen schließenden Schriftfeld.
Symbol Chanukka-Leuchter
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand 2010 Leichte Verwitterung.

Zur Familie

Gatte: Josef, genannt Josel, ben Mosche SeGaL (Grabstein Nr. hdf-0239)

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 103, Nr. 51.
Eine historische Aufnahme des Grabmals aus dem Jahr 1927 ist abgebildet in Theodor Harburger: Die Inventarisierung jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, hrsg. von den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem und dem Jüdischen Museum Franken - Fürth & Schnaittach, Fürth 1998, Bd. 2, S. 282. Und siehe die Abbildung des Chanukka-Leuchters aus der Heidingsfelder Synagoge ebd., S. 269.

Fotografien

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Schrade, Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

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1996
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Bert Sommer

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2010-05-17
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-119
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hdf-119
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:44)

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Steinheim-Institut
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