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Würzburg - Heidingsfeld 159 Inschriften (1810-1939)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hdf-842
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-842: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hdf-842

Name

Channa bat Jokew ­Gutmann ⚭ Likesch ­Steinam (Hanna ­Steinam geb. Gutmann) [07.02.1859]            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשה צנוע׳ ונעימה בת מלך פנימה מרת חנה בת הרבני‏‎ eine züchtige und anmutsvolle Frau, ›eine Königstochter im Innern‹, Frau Channa, Tochter des Rabbinischen,
‎‏מוהר״ר יאקב גוטמאן זצ״ל אשת כמ״ר ליקש‏‎ unseres Lehrers und Meisters, Herrn Jokew ­Gutmann, das Andenken des Gerechten zum Segen, Gattin des geehrten Herrn Likesch
‎‏שטיינאם מפה נפטרה‏‎ ­Steinam von hier, verschieden
‎‏ביביום ב׳ ג׳ א״ר תרי״ט לפ״ק‏‎ 5 am Tag 2, 3. des ersten Adar 619 der kleinen Zählung.
‎‏עטרת בעלה ותפארת בניה‏‎ ›Krone ihres Gatten‹ ›und Zierde ihrer Kinder‹
‎‏וגמלה חסדים כל ימיה‏‎ und sie erwies Liebesdienste all ihre Tage,
‎‏החזיקה אביה בלימוד תורה‏‎ sie stärkte ihren Vater beim Toralehren
‎‏ושמשה אותו לילה כאורה‏‎ und diente ihm nachts wie tags,
‎‏עקרת הבית ויראת אלקים‏‎ 10 ›Walterin des Hauses‹ und den Ewigen ehrfürchtend,
‎‏מחוננת דלים וזנה אביונים‏‎ ›den Darbenden zugetan‹ und Bedürftige nährend,
‎‏סבלה יסורים בלי תלונה‏‎ sie litt Leiden ohne Klage,
‎‏יכבא עיתה היקרה? מזומנה‏‎ ... ist sie bereit
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hanna ­Steinam 15
geb. Gutmann

 

 Zl 2: Ps 45,14  Zl 6: Spr 12,4 | Zl 6: Spr 17,6  Zl 10: Ps 113,9  Zl 11: Spr 28,8

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 07.02.1859
Hanna Steinam wird nicht nur als "Krone ihres Gatten" und "Zierde ihrer Kinder" gelobt, die sich um ihre Familie und ihr Haus und wohltätig um die Armen kümmerte, ihre Leiden demütig ertrug und den Ewigen ehrfürchtete, sondern sich auch um ihren Vater, den Lehrer Jakob Gutmann, aufopferungsvoll kümmerte und ihn bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützte.
Zl 5: Beim ersten Wort wurden die ersten beiden Buchstaben verdoppelt, ein Fehler des Steinmetzen.
Namenskunde Zl 3: Der Name ‎‏ליקש‏‎, andernorts in der Form ‎‏לעקש‏‎ / "Lekesch" belegt, ist seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland nachzuweisen und geht auf den Namen Lekeš zurück, eine tschechische Koseform des griechisch/lateinischen Namens Alexius.

Stilmittel

Reim auf -ejha in Zln 6-7, auf -ora in Zln 8-9, auf -im in Zln 10-11 und auf -na in Zln 12-13.

Beschreibung

Maße 124 x 66 x 15
Lage Feld B, Reihe 08, Stein Nr. 42 (0842)
Beschreibung Stele mit rundbogig schließendem Schriftfeld, darüber ein zweifach geschweifter, in Voluten endender Abschluß mit einer stilisierten Konche in der Mitte, in die die hebräische Kopfzeile eingeschrieben ist; Zeilen 2-3 folgen dem Verlauf des Rundbogens.
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand 2010 Teilweise starke Verwitterung.

Zur Person

Hanna Steinam war eine Tochter des Heidingsfelder Lehrers Jakob Gutmann, den sie offensichtlich tatkräftig unterstützte. Im Begräbnisregister ist als Todeszeit der Samstag abend angegeben, zu Beginn des 2. Adar, dem 5. Februar 1859.

Zur Familie

Vater: Jakob Gutmann (Grabstein Nr. hdf-0501)

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister (Staatsarchiv Würzburg, Jüdische Standesregister 42), S. 58, Nr. 625.
Alexander Beider: A Dictionary of Askenazic Given Names, Bergenfield, New Jersey (Avotaynu) 2001, S. 357 (zum Namen Lekesh).

Fotografien

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Schrade, Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Würzburg - Heidingsfeld, hdf-842
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hdf-842
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:44)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hdf-842
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