logo epidat: epigraphische Datenbank

Geseke 119 inscriptions (1770-1941)

information   inscriptions   full-text-search   map   indices  
TEI P5

Projekt

Der jüdische Friedhof in Geseke wurde in den 1990er Jahren durch den Arbeitskreis "Jüdische Familien in Geseke" dokumentiert, die Dokumentation in Buchform veröffentlicht. 2006 wurde die Dokumentation überarbeitet und auf CD-ROM veröffentlicht, zusammen mit weiteren Texten zur Geschichte der Juden in Geseke.

Lage

Der neue jüdische Friedhof in Geseke liegt an der Ehringhauser Straße.

In sechs, etwa in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Reihen stehen 111 Grabsteine (darunter auch einige heute anonymisierte Grabsteine sowie Grabstellen ohne Grabsteine) aus den Jahren 1861 bis 1941 vor sorgsam eingefassten Grabstellen, mit ihrer Front nach Osten ausgerichtet. Acht neu wieder aufgefundene Grabsteine aus den Jahren 1770 bis 1874, die vom Vorgängerfriedhof stammen, wurden in einer kurzen, geschwungenen Reihe in der Nähe des Eingangs aufgestellt. Die Belegung erfolgte weitgehend chronologisch in den genannten sechs Reihen, von Norden nach Süden, bis etwa zur Mitte des Geländes, und von Westen nach Osten. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Reihen, wiederum von West nach Ost, Richtung Süden verlängert.

Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet
Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet

Geschichte

Nachdem es jahrelange Auseinandersetzungen um die Besitzverhältnisse des alten, am Steintor, entlang des Südwalles gelegenen Friedhofes, den "Judenhagen", gegeben hatte, setzte die Stadt Geseke schließlich 1874 die Schließung des alten Friedhofs durch und stellte der Gemeinde ein neues Grundstück vor dem Viehtor zur Anlage eines neuen Friedhofs zur Verfügung. Offensichtlich wurden einige Gräber vom alten auf den neuen Friedhof überführt, denn die Grabsteine hier setzen mit dem Jahr 1861 ein. Auf dem alten Friedhof wurde noch bis 1880 begraben. 1937 wurden die Eigentumsrechte an dem Gelände der Stadt übertragen, dafür wurde die jüdische Gemeinde als Besitzerin des neuen Friedhofsgrundstücks eingetragen. Möglicherweise wurden anlässlich dieses Tauschgeschäfts weitere acht Grabsteine vom alten auf den neuen Friedhof überführt, wo sie 1999 wieder aufgefunden und neu aufgestellt wurden. Schon im folgenden Jahr mußte die jüdische Gemeinde die Besitzrechte am neuen Grundstück wieder der Stadt überlassen, 1941 fand hier die letzte Beisetzung statt. Der alte Friedhof wurde völlig zerstört.

Literatur

Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil V: Regierungsbezirk Arnsberg (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern von Westfalen, Band 1.3), Köln 2005, S. 543-546

Edition

Nathanja Hüttenmeister – Epigrafik

Arbeitskreis "Jüdische Familien in Geseke" – Biografische Forschungen

Thomas Kollatz – Datenbankprogrammierung, Digitale Edition, webdesign

Fotografie

Arbeitskreis "Jüdische Familien in Geseke" (1997-2009)

Publikationen

Juden in Geseke. Dokumentation der Friedhöfe und Geschichte der Familien, erstellt vom Arbeitskreis "Jüdische Familien in Geseke" (Beiträge zur Geschichte der Stadt Geseke, Bd. 10), Geseke 1997, überarbeitete Auflage Geseke 2006 (auf CD-Rom erschienen)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Geseke (1770-1941 / 119 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=gsk

 

Steinheim-Institut
contact us
Creative Commons Lizenzvertrag
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=gsk
is licensed under a
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict
powered by
tustep-logo
TUSCRIPT modul