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Gifhorn 32 inscriptions (1784-1915)

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TEI P5

Projekt

Finanziert wurde das Projekt im Jahr 2019 von der Stadt Gifhorn.

Lage

Der kleine jüdische Friedhof in Gifhorn liegt an der Lutherstraße.

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Geschichte

Bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts sind Juden in Gifhorn urkundlich belegt, der erste am Ort ansässiger Schutzjude war 1717 Arendt Isaac. 1765 lebten drei Schutzjuden in Gifhorn, der wohlhabende Handelsmann und Hausbesitzer Levi Heine, sein Schwiegersohn Moses Jonas und Chaim Alexander. Um Gottesdienste abhalten zu können, wurden an hohen Feiertagen auswärtige Juden nach Gifhorn geholt. Seit 1773 hatten die Gifhorner Juden einen Betraum und beschäftigten den Vorbeter Samuel David. Jakob Jeremias Menke, Schwiegersohn des Moses Jonas, richtete 1808 in einem Nebengebäude seines Hauses Steinweg 13, einem einfachen Fachwerkbau, eine Synagoge ein. Drei seiner Söhne, Moses, Salomon und Jonas Menke, bestimmten im 19. Jahrhundert die jüdische Gemeinde in Gifhorn.

Die stets sehr kleine jüdische Gemeinschaft in Gifhorn wurde 1895 offiziell aufgelöst. Das Inventar des Betraums wurde an Dagobert Menke, Sohn von Moses Menke und Enkel Jakob Jeremias Menkes, verkauft, als dieser 1891 nach Hamburg zog.

Wann genau der Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt. Er diente mindestens seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Gifhorner jüdischen Gemeinde als Begräbnisstätte. Das älteste heute noch erhaltene Grabmal stammt aus dem Jahr 1784, das letzte Begräbnis fand 1915 statt. Heute stehen noch 32 Grabmale, wie viele Beisetzungen insgesamt erfolgt sind, ist nicht bekannt.

Der Gifhorner Friedhof befindet sich im Besitz des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R.

Literatur

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, herausgegeben von Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel, Göttingen 2005, Band I, S. 603-611.

Edition

Anna Martin

Fotografie

Hartmut Rohde (2018, 2019); Anna Martin (2019)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Gifhorn (1784-1915 / 32 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=gif

 

Steinheim-Institut
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