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Bonn, Bad-Godesberg, (neuer Friedhof) 54 inscriptions (1873-1980)

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Name

Awraham ben David Leudesdorf (A. Leudesdorf) [30.08.1873]          

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Edition und Übersetzung

‎‏פ״נ ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש תם וישר ירא אלהים ‏‎ ›ein lauterer und aufrechter Mann, Gott ehrfürchtend‹,
‎‏כהר״ר אברהם בן כ״ה דוד ‏‎ der geehrte Meister, Herr Awraham, Sohn des geehrten Herrn David
‎‏ליידעסדארף ‏‎ Leudesdorf,
‎‏נולד כ״א אייר תקע״ג לפ״ק‏‎ 5 geboren 21. Ijar 573 der kleinen Zählung,
‎‏נפטר במש״ק ז׳ אלול ‏‎ verschieden am Ausgang des heiligen Schabbat, 7. Elul,
‎‏ונקבר ביום ג׳ ט׳ אלול תרל״ג לפ״ק ‏‎ und begraben am Tag 3, 9. Elul 633 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht in Frieden
A. Leudesdorf 10
geb. 21. Mai 1813 gest. 30. Aug. 1873.

 

 Zl 2: Ijob 1,8

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Kommentar

Datierung Geboren 21.05.1813; gestorben Samstagabend, 30.08.1873 ; begraben am übernächsten Tag

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Zur Person


Abraham Leudesdorf stammte aus einer seit mindestens zwei Generationen in Godesberg ansässigen Familie und war wie sein Vater David Metzger. Seit 1837 mit Henriette Callmann aus der Gegend von Koblenz verheiratet, gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Schützengesellschaft von Godesberg und wurde 1851 Schützenkönig. Er stiftete das Grundstück für die in der heutigen Oststraße 1850 eingeweihte Synagoge, die am 10. November 1938 in der sogenannten Pogromnacht niedergebrannt wurde (heute dort Gedenktafel). Ab 1856 bis zu seinem Tod 1873 war Leudesdorf Mitglied des Godesberger Gemeinderates und wurde 1871 Mitgründer des Brunnen-Ankaufs-Consortiums, das den Godesberger Mineralbrunnen und den Draitschbusch ankaufte und sich bis 1899 zur Stahlbrunnen Godesberg AG erweiterte. Er wurde auf dem alten jüdischen Friedhof am Osthang des Burgbergs beerdigt, ab 1911 in das heutige Doppelgrab auf dem jüdischen Teil des Burgfriedhofes umgebettet. Eine Todesanzeige für ihn erschien in der Bonner Zeitung vom 1. September 1873. (Uhl, S. 56f.)

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Quellen / Sekundärliteratur



Harald Uhl, Jüdische Gräber auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg, in: Godesberger Heimatblätter 53, 2015, S. 52-90, hier: S. 56f.
Hans Kleinpass, Die Namenswahl der Juden in der Bürgermeisterei Godesberg anno 1808; für die linksrheinischen Standesbeamten damals eine ungewöhnliche Aufgabe, in: Godesberger Heimatblätter 42, 2004, S. 28/72, hier: S. 44-46.
Hans Kleinpass, Zur Geschichte der ehemaligen Synagogen in Godesberg und Mehlem, in: Godesberger Heimatblätter 25, 1981, S 146-173, hier: S. 149 (Die Todesanzeige).

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Fotografien

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Harald Uhl

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Bonn, Bad-Godesberg, (neuer Friedhof), gdn-10
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=gdn-10
(last modified - 2009-11-17 11:56)

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