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Mönchengladbach-Odenkirchen 73 Inschriften (1798-2000)

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ID e30-53
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach-Odenkirchen, e30-53: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e30-53

Name

Emma Salomon geb. Simson [19.09.1922]
Josef Salomon          

Diplomatische Transkription

Zum Andenken an
unsere lieben Eltern
Josef Salomon
geb. 26.9.1866
5 gest. in Theresienstadt.
Emma Salomon geb. Simson
geb. 7.5.1866
gest. 19.9.1922.

Kommentar

Datierung Emma Salomon: Geboren 07.05.1866; gestorben 19.09.1922
Josef Salomon: Geboren 26.09.1866; gestorben in Theresienstadt

Beschreibung

Beschreibung Gesockeltes Grabmal aus zwei quadratischen Säulen auf einem Postament, die einen Dreiecksgiebel mit Eckakroterien tragen. Zwischen den Säulen steht ein Seelengefäß auf einem kleinen Sockel. Die ursprüngliche Inschrift befand sich vermutlich auf dem Postament, das heute eine aufgesetzte, querrechteckige Schrifttafel aus der Nachkriegszeit trägt. Die Grabeinfassung trägt sechs kleine, quadratische Pfeiler, die ursprünglich durch eine metallene Kette (oder Metallstäbe?) verbunden waren.
Ornament florale Verzierunges Ornament im Giebel (Ähre?).
Zustand 1986 Beschädigung mittel, ein Aufsatz in der Mitte (Seelengefäß?) fehlt heute, die Grabeinfassung bricht auseinander, die metallenen Ketten wurden (vermutlich während der "Altmetallsammlungen" während der Nazizeit entwendet).
2007 Die Grabeinfassung wurde neu befestigt, das Seelengefäß wiede auf seinen Sockel gestellt und das Grab neu mit Kies ausgelegt.

Zur Person

Der Metzger Josef Salomon wurde in Odenkirchen geboren als Sohn von Conrad Salomon und Helene geb. Simons. Er gehörte zu den Mitbegründern des Odenkirchener Artillerie-Vereins und war ca. 30 Jahre lang dessen Vorsitzender. Seit 1919 beschäftigte er eine christliche Haushälterin, der er vor seiner Deportation 1942 von Düsseldorf nach Theresienstadt und von dort nach Treblinka sein Haus Zur Burgmühle 23 schenkte. Seit 1938 waren mehrere jüdische - verwandte und nicht verwandte - Familien in sein Haus gezogen, sein Haus in ein "Judenhaus" gemacht worden, bevor im September 1942, nach der Deportation der Juden, eine arische Familie einzog.

Quellen / Sekundärliteratur

Yad Vashem, The Central Database of Shoah Victims' Names (www.yadvashem.org; 13.08.2007)
Erckens, Juden in Mönchengladbach, Bd. 2, S. 229, 235.
Erckens, Jüdischer Friedhof Odenkirchen, Nr. 45: Josef Salomon Ehefrau, Emma geb. Simson, geb. 7.5.1866, gestorben 19.9.1922; Ehemann Josef Salomon gestorben Theresienstadt (jüngerer Friedhofsteil).

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach-Odenkirchen, e30-53
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e30-53
(letzte Änderungen - 2013-02-14 15:12)

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