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Mönchengladbach-Odenkirchen 73 Inschriften (1798-2000)

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ID e30-1
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach-Odenkirchen, e30-1: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e30-1

Name

Jaakow ben Awraham (Jacob Schnoock) [01.04.1888]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש תם ישב אהלים‏‎ ›ein lauterer Mann, in Zelten sitzend‹,
‎‏ה׳ יעקב בן ר׳ אברהם‏‎ Herr Jaakow, Sohn des Herrn Awraham,
‎‏נפטר ביום ז׳ של פסח‏‎ verschieden am 7. Tag von Pessach
‎‏ונקבר ביום כ״ג ניסן‏‎ 5 und begraben am 23. Tag des Nissan,
‎‏ויעקב הלך לדרכו‏‎ ›und Jaakow ging seines Weges,
‎‏ויפגעו בו מלאכי אלהים‏‎ da trafen ihn die Engel Gottes‹.
Hier ruht
Jacob Schnoock
geb. 19. Januar 1815 zu Mülforth 10
gest. 1. April 1888 zu Bell.
Friede seiner Asche!

 

 Zl 2: Gen 25,27  Zl 6f: Gen 32,2

Kommentar

Datierung Geboren 19.01.1815; gestorben Sonntag abend, 01.04.1888 ; begraben am übernächsten Tag
Zln 6-7: Jacob Schnoock starb im jüdischen Jahr (5)648, das sich vermutlich in diesen Zeilen als Chronogramm verbirgt, Markierungen einzelner Buchstaben lassen sich jedoch nicht mehr erkennen.

Beschreibung

Beschreibung Gesockelte Stele mit auskragendem, dachartigen Abschluß und eingesetzter, rundbogig schließender Schrifttafel.
Ornament Zwischen den Buchstaben der hebräischen Einleitungsformel wurde eine kleine, an eine Sonne erinnernde Form eingraviert, in ihrer Mitte ein kleines Dreieck mit einem Punkt in der Mitte. Möglicherweise handelt es sich um eine sehr stilisierte Darstellung des in ein Dreieck eingeschriebenen und von Strahlen umgebenen Auges, Freimaurersymbol und Symbol für die Aufklärung, für die drei Schlagwörter 'Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit'.
Zustand 1986 Beschädigung mittel, das Grabmal lehnt an seinem Sockel, die Schrifttafel ist gesprungen, der Giebel fehlt.
2007 Das Grabmal wurde neu auf seinem Sockel befestigt. Verwitterung leicht.

Zur Person

Der Handelsmann Jacob Schnoock war ein Sohn des Mülforter Juden Abraham Schnock, welcher 1811 als Fleischer, 1815 als Tagelöhner, 1818 als Makler, 1830 als "Handelsjude" und 1845 als Handelsmann bezeichnet wird; seine Mutter hieß Gertrud/Gudula Karp. 1859 verbrachte Jacob kurze Zeit "im Arresthaus zu Werden", sein Bruder Wolf starb 1857 in der Strafanstalt in Werden, nachdem er dort schon 1845 arrestiert gewesen war. Jacob hatte mehrere Söhne: David, Salmon und den 1846 zu Mülfort geborenen Levi.

Quellen / Sekundärliteratur

Erckens, Juden in Mönchengladbach, Bd. 2, S. 207f., 213.
Erckens, Jüdischer Friedhof Odenkirchen, Nr. 10: Jacob Schnoock, geb. 19.1.1815 zu Mülforth, gest. 1. April 1888 zu Bell (älterer Friedhofsteil).

Fotografien

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Bert Sommer

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach-Odenkirchen, e30-1
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(letzte Änderungen - 2013-02-14 15:12)

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