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Mönchengladbach 555 Inschriften (1857-heute)

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ID e26-2
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach, e26-2: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e26-2

Name

Julius Lilienthal [01.12.1892]          

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Julius
Lilienthal
geb. 9. Mai 1849,
5 gest. 1. Dezbr. 1892.
 Sockel
"Nehmt Alles nur in Allem,
er war ein Mann."

Kommentar

Datierung Geboren 09.05.1849; gestorben 01.12.1892

Beschreibung

Lage Feld A
Beschreibung Obelisk.
Zustand 1987: Gut erhalten. 2007: Unverändert.

Zur Person

Julius Lilienthal stammte aus Steinheim und war verheiratet mit Isabella geb. Liebreich aus Bocholt. Das Paar lebte zunächst in Steinheim, wo die Kinder Anna, Karl und Ernst zur Welt kamen. Dann zog die Familie nach Gladbach, wo 1888 die jüngste Tochter Meta geboren wurde. Ein weiterer Sohn war vermutlich der 1886 im Alter von wenigen Wochen gestorbene Hermann Lilienthal. 1885 gründete Julius Lilienthal mit seinem Schwager Belmont Liebreich und mit dem Nichtjuden Constantin Brüel in Gladbach eine mechanische Weberei mit angeschlossener Appretur, die "Brüel ^& Co."; Brüel schied 1891 aus der Firma aus, der Name blieb jedoch bestehen. Nach dem Tod der beiden jüdischen Teilhaber führten die beiden Witwen die Firma weiter. Später trat Julius' Sohn Karl in die Geschäftsführung ein, nachdem er das Gymnasium abgeschlossen hatte, eine zweijährige Lehrzeit in der elterlichen Fabrik und eine einjährige Bankausbildung in Brüssel absolviert, in London als Großhändler gearbeitet und im Ersten Weltkrieg als Offizier gedient hatte. Seine Schwester Anna heiratete 1905 den Gladbacher Textilfabrikanten Hermann Aschaffenburg. Während der Inflationszeit wurde die Firma mit mehreren anderen in eine Aktiengesellschaft zusammengefasst, die bis 1937 bestand. Karl Lilienthal und seiner Mutter gelang 1939 die rechtzeitige Emigration nach England, nachdem Karl vorübergehend wegen "Rassenschande" inhaftiert gewesen war. Nach dem Krieg ehelichte er seine christliche Freundin, verstarb aber schon in den 1960er Jahren in England. Seine Schwester Anna war als Witwe 1939 in die USA emigriert.

Zur Familie

Sohn?: Hermann Lilienthal (Grabstein Nr. e26-0044)

Quellen / Sekundärliteratur

Günter Erckens, Juden in Mönchengladbach, Bd. 1, Mönchengladbach 1988, S. 218-220, 254, 348, 353, 359, 423, 626f., 707f., 718; Bd. 2, Mönchengladbach 1989, S. 410.
Erckens, Jüdischer Friedhof Mönchengladbach, Nr. 75.

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mönchengladbach, e26-2
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(letzte Änderungen - 2010-01-12 08:47)

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