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Kempen 97 Inschriften (1845-2007)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID e20-42
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kempen, e20-42: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e20-42

Name

Ester bat Jehuda Hakohen ⚭ Jizchak Hakohen (Ester Kounen geb. Mendel) [22.01.1894]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏האשה החשובה והחסודה מרת אסתר בת רבי‏‎ die angesehene und fromme Frau, Frau Ester, Tochter des Herrn
‎‏יהודה הכהן אשת הח״ר יצחק הכהן‏‎ Jehuda Hakohen Gattin des toragelehrten Herrn Jizchak Hakohen,
‎‏עלתה למרום ט״ז שבט תרנ״ד‏‎ ›sie stieg auf zur Höhe‹ am 16. Schwat 654.
‎‏אשת כהן עטרת בעלה יש תקוה לאחריתה‏‎ 5 Gattin eines Kohen, ›Krone ihres Gatten‹ , ›es gibt Hoffnung für ihre Zukunft‹
‎‏ספדו והילילו עוברי דרך אנחנו כלנו אבדנו אבדתה‏‎ ›Es trauerten und klagten‹ die Vorübergehenden: ›Wir alle haben mit ihrem Verlust verloren‹ ,
‎‏תמיד כל ימי חייה גמלה חסד עם בעל נעוריה‏‎ alle Tage ihres Lebens erwies sie dem Gatten ihrer Jugend Gutes,
‎‏רעבים השביעה לחם מרי נפש הרותה מצוף דבש אמריה‏‎ Hungernde sättigte sie mit Brot, Verbitterte erquickte sie ›mit dem Honig ihrer Worte‹ ,
‎‏ידעה לרצות בוראה בתפלתה שחר וערב כהלכתה‏‎ sie wußte ihrem Schöpfer wohlgefällig zu sein mit ihrem Gebet morgens wie abends nach Brauch und Sitte,
‎‏הצניעה שערות ראשה לא תצאנה חוץ לצאתה‏‎ 10 Das Haar ihres Hauptes verbarg sie züchtig, daß es sich nicht beim Ausgehen zeigte,
‎‏ווי זהב וחשוקי כסף הקדישה להחזיק עמודי התורה‏‎ ›Goldgeschmeid und Silberreif‹ stiftete sie, um die Säulen der Tora zu stützen,
‎‏דור לדור ישבחו מעשיה ישמיעו תהלתה בשפה ברורה‏‎ Geschlecht um Geschlecht soll ihre Taten loben, ihr Lob werde mit ›lauterer Zunge‹ verkündet,
‎‏הציבה לה יד ושם בשערים המצוינים בהלכה‏‎ sie errichtete sich ›Denkmal und Namen‹ in den Toren, von der Halacha ausgezeichnet,
‎‏כהנת נולדה ולכהן הוללה לכן גם כפיה פרושות לברכה‏‎ als Kohenet geboren, ward sie einem Kohen zugeführt, darum auch sind ihre Hände zum Segen ausgebreitet,
‎‏הנה כי כן היא תבורך וזכותה תעמוד לעולמי עולמים‏‎ 15 Siehe, ebenso wird sie gesegnet sein und ihr Verdienst auf alle Ewigkeit bestehen,
‎‏נועם ה׳ תחזה ובעד כלנו תמליץ בגבהי מרומים‏‎ ›die Lieblichkeit des Ewigen erschaue sie‹ und tue uns allen Fürsprache in den Himmelshöhen.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruhet
Ester Kounen geb. Mendel
geb. den 25 März 1816, gest. den 22 Jan. 1894. 20

 

 Zl 4: Ps 68,19  Zl 5: Spr 12,4 | Zl 5: Jer 31,16  Zl 6: Jer 4,8 | Zl 6: vgl. Num 17,27  Zl 8: Spr 16,24  Zl 11: vgl. Ex 27,10 u.ö.  Zl 12: Zef 3,9  Zl 13: jes 56,5  Zl 16: Ps 27,4

Kommentar

Datierung Geboren 25.03.1816; gestorben Montagabend, 22.01.1894

Stilmittel

Reim auf -ta in Zln 5-6, auf -reijha in Zln 7-8, auf -ta in Zln 9-10, auf -ora in Zln 11-12, auf -acha in Zln 13-14 und auf -mim in Zln 15-16.
Akrostichon in Zeilen 5-16: ‎‏אסתר יהודה כהן‏‎ Ester Jehuda Kohen

Beschreibung

Beschreibung Gesockeltes, sich leicht nach oben verjüngendes Grabmal mit quadratischem Querschnitt und abgesetztem, flachen, pyramidalem Abschluß.
Zustand 1985: Gut erhalten. 2007: Unverändert.

Zur Person

Ester Kounen geb. Mendel wurde 1816 in Elsdorf bei Köln als Tochter von August Mendel und Eva Mendel geb. Schönbrunn geboren und war verheiratet mit dem langjährigen Gemeindevorsteher und Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Isaak Kounen.

Zur Familie

Ehemann: Isaak Kounen (Nr. e20-0043)

Quellen / Sekundärliteratur

Michael Brocke, Hartmut Mirbach: Grenzsteine des Lebens. Auf jüdischen Friedhöfen am Niederrhein, Duisburg 1988, S. 39-45.

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kempen, e20-42
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(letzte Änderungen - 2010-04-19 11:19)

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