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Kempen 97 Inschriften (1845-2007)

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ID e20-28
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kempen, e20-28: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e20-28

Name

Sara bat Binjamin Hakohen ⚭ Josef ben Jizchak (Sarah Willner geb. Cohn) [04.09.1866]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשה צנועה בכל דרכיה‏‎ eine Frau, züchtig auf all ihren Wegen,
‎‏ישרה ותמימה במעשיה‏‎ aufrecht und lauter in ihren Taten,
‎‏דרשה טוב בעלה כל ימיה‏‎ ›auf das Beste ihres Gatten war sie bedacht all ihre Tage‹,
‎‏והדריכה למישרים את בניה‏‎ 5 und leitete zur Geradheit ihre Kinder,
‎‏ה״ה מרת שרה בת בנימן הכהן‏‎ es ist Frau Sara, Tochter des Binjamin Hakohen,
‎‏אשת יוסף בר ח״ר יצחק‏‎ Gattin des Josef, Sohn des toragelehrten Herrn Jizchak,
‎‏נפטרה ביום כ״ג אלול‏‎ verschieden am 23. Tag des Elul
‎‏תרכ״ו לפ״ק‏‎ 626 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Hier ruht
unsere unvergeßliche Mutter
Schwieger- und Großmutter
Sarah Willner geb. Cohn
gest. d. 4. Sept. 1866, 15
im Alter von 87 Jahren.
Spr. Cap. 31 V. 10.11f.

 

 Zl 4: nach Est 10,3

Kommentar

Datierung Gestorben Montag abend, 04.09.1866
Die Eulogie geht vermutlich auf eine Musterinschrift zurück. Solche Musterinschriften waren oft den Kompendien jüdischer Totenliturgie und Trauergebräuchen beigegeben, die sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit erfreuten und weite Verbreitung fanden. Diese Inschrift hier findet sich in identischer Form zum Beispiel im "Tozeoth Chajim" von Seligmann Baer (dritte verbesserte und vermehrte Auflage Rödelheim 1871, S. 341: "Musterinschrift für eine Frau", siehe 0019).
Während die hebräische Inschrift stark an Vorlagen angelehnt ist, wurde die deutsche Inschrift durch eines der häuftigsten einer jüdischen Frau nachgerufenen Schriftzitate erweitert, dem "Lob auf die tüchtige Gattin" (Sprüche 31,10-31), das auch im Morgengebet enthalten ist und so bekannt war, das es hier nur durch eine Zitatstelle angegeben werden mußte.

Stilmittel

Reim auf -ejha in Zln 2-5.

Beschreibung

Beschreibung Gesockelte Stele mit Dreiecksgiebelabschluß mit Eckakroterien und eingesetzter, hochrechteckiger Schrifttafel in vertieftem Schriftfeld.
Zustand 1985: Verwitterung stark; Beschädigung mittel, das Grabmal war in der Mitte auseinandergebrochen und wurde wieder zusammengesetzt. 2007: Die Verwitterung ist weiter fortgeschriftten.

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kempen, e20-28
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e20-28
(letzte Änderungen - 2012-11-13 11:10)

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