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Kempen 93 inscriptions (1845-1939)

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Name

Schlomo Zwi ben Schmuel Hakohen [23.08.1845]          

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Edition und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש תמים מעשיו באמונים ׃‏‎ ein lauterer Mann, seine Werke verläßlich,
‎‏הקשיב לקול תורה ולתפלה ׃‏‎ er lauschte der Stimme der Tora und des Gebets,
‎‏צדקו לפניו יהלך לתהלה ׃‏‎ ›seine Gerechtigkeit geht vor ihm einher zum Ruhme‹,
‎‏פרנס וראש דורו כהן צדק ׃‏‎ 5 Vorsteher und Haupt seines Zeitalters, Priester der Gerechtigkeit,
‎‏החזיק בעדתו תמיד כל בדק ׃‏‎ ›er fügte stets in seiner Gemeinde die Risse zusammen‹,
‎‏החבר ר׳ שלמה צבי‏‎ der toragelehrte Herr Schlomo Zwi,
‎‏בן החבר ר׳ שמואל הכהן‏‎ Sohn des toragelehrten Herrn Schmuel Hakohen,
‎‏זצ״ל ׃ נפטר בש״ק כ׳ לחדש‏‎ das Andenken des Gerechten zum Segen, verschieden am heiligen Schabbat, 20. des Monats
‎‏מנחם אב ונקבר יום ב׳ כ״ב‏‎ 10 Menachem Aw, und begraben Tag 2, 22.
‎‏בו שנת תר״ה לפ״ק פה‏‎ desselben des Jahres 605 der kleinen Zählung, hier
‎‏קעמפען ׃‏‎ in Kempen.
‎‏תנצב״ה אמן ׃‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens, Amen :

 

 Zl 4: Ps 85,14  Zl 6: 2 Kön 12, 6 u. ö.

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Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 23.08.1845 ; begraben am übernächsten Tag


Das Grabmal besteht aus mehreren einzelnen Elementen, die wieder neu zusammengesetzt und befestigt wurden. Vermutlich wurde bei dieser Gelegenheit das Teilstück mit den segnenden Priesterhänden verkehrt herum aufgesetzt, so daß die Finger der Hände vorübergehend nach unten statt nach oben wiesen. Inzwischen wurde das Element wieder umgedreht.

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Stilmittel


Reim Binnenreim auf -im in Zl 2, Endreim auf -la in Zln 3-4, auf -edeq in Zln 5-6.

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Beschreibung


Beschreibung Gesockelte Stele mit abgesetztem, seitlich leicht überstehendem Dreiecksgiebel.
Symbol Segnende Hände
Ornament Halbplastischer, sechszackiger Stern im Giebelfeld.
Zustand 1985: Beschädigung leicht; Verwitterung leicht; das Giebelstück mit den segnenden Händen steht auf dem Kopf. 2007: Das Giebelstück mit den segnenden Händen wurde wieder richtig herum aufgsetzt.

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Zur Person


Salomon Kounen war Klein- und Ellenwarenhändler und Geldwechsler und diente laut seiner hebräischen Inschrift seiner Gemeinde als Vorsteher. Er war verheiratet mit Sibila geb. Servos aus Kempen (gest. 1866, Nr.e20-0087) und war Vater von Sophie Kounen (1806-1897, Nr. e20-0041), Abraham Kounen (1809-1871, Nr. e20-0046), Rosetta verh. Beer (1817-1899, Nr. e20-0040) und des späteren Gemeindevorstehers und Mitglieds der Stadtverordnetenversammlung, Isaak Kounen (1810-1886, Nr. e20-0043).

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Quellen / Sekundärliteratur



Friedhelm Weinforth: Geschichte der jüdischen Gemeinde Kempen, in: Gerhard Rehm (Redaktion): Geschichte der Juden im Kreis Viersen (Schriftenreihe des Kreises Viersen 38), Viersen 1991, S. 273-306, hier S. 283.

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Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Kempen, e20-88
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e20-88
(last modified - 2013-07-25 14:38)

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