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Jüchen-Garzweiler 32 Inschriften (1821-1938)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID e18-16
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Jüchen-Garzweiler, e18-16: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e18-16

Name

Schlomo Mordche ben Menachem Halevi (Salomon Oberländer) [04.02.1912]            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏נ״פ‏‎ Begraben ist hier
‎‏שלמה מרדכה‏‎ Schlomo Mordche,
‎‏בר מנחם הלוי‏‎ Sohn des Menachem Halevi,
‎‏מת ביום י״ז שבט‏‎ gestorben am 17. Tag des Schwat
‎‏תרע״ב לפ״ק‏‎ 5 672 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht
Salomon Oberländer
geb. 13. März 1837
gest. 4. Feb. 1912. 10

Kommentar

Datierung Geboren 13.03.1837; gestorben Sonntag abend, 04.02.1912
Zl 1: Die Buchstaben der üblichen, abgekürzten Einleitungsformel wurden vertauscht.

Beschreibung

Beschreibung Gesockelte, schmalhohe, sich nach oben verjüngende Stele mit Dreiecksgiebel.
Zustand 1986: Gut erhalten. 2007: Unverändert.

Zur Person

Der Jüchener Handelsmann Salomon Oberländer war verheiratet mit Johanna Falk aus Bergheim. 1872 wurde ihre Tochter Caroline geboren, die Josef Marcus heiratete, der mit seinem Schwiegervater Teilhaber des 1898 gegründeten Getreidegeschäftes "Firma S. Oberländer ^& Co." in Otzenrath war. Kurz vor 1911 zog das Paar nach Rheydt. Ihre Töchter Johanna, verheiratete Neuberger, und Paula, verheiratete Rosenblatt, emigrierten frühzeitig nach England, Paula lebte nach Kriegsende in Israel. Carolines Bruder Siegmund wurde 1874 in Jüchen geboren. Er heiratete Adele Meyer, übernahm den Betrieb seines Vaters und war lange Jahre Mitglied des Vorstandes der Synagogengemeinde Jüchen. Nachdem der Betrieb 1936 aufgelöst werden mußte, wanderte Salomon zu seiner Schwester Jakobine in die Niederlande aus und starb noch im selben Jahr in Eindhoven, seine Frau starb 1939. Ihr 1909 in Hochneukirch geborene Tochter Erna wurde 1941 nach Litzmannstadt deportiert und ermordet. Ernas Schwester, die 1906 geborene Ida Johanna, war mit Felix Leiser verheiratet. Ihre Tochter Edith starb 1932 im Alter von wenigen Monaten. Mit ihrem Mann und ihrer 1929 geborenen Tochter Ruth wanderte sie 1939 über Frankreich nach Palästina aus. 1952 kehrte sie nach Otzenrath zurück und starb 1975 in Hückelhoven, ihr Mann, von dem sie sich 1962 hatte scheiden lassen, starb 1997 in Köln.
Salomons 1876 in Jüchen geborene Tochter Jakobine heiratete 1903 den aus den Niederlanden stammenden Kaufmann Abraham van Dam und zog mit ihm nach Eindhoven, wo ihr Mann eine Kartonagenfabrik führte. Das Paar hatte vier Kinder. Jakobine starb vermutlich bei Bombenangriffen auf Eindhoven.

Zur Familie

Gattin: Johanna Oberländer geb. Falk (Grabstein Nr. e18-0010)
Tochter: Caroline Marcus geb. Oberländer (Jüdischer Friedhof Rheydt, Grabstein Nr. e27-0120)
Sohn: Sigmund Oberländer (Grabstein Nr. e18-0030)
Urenkelin: Edith Leiser (Grabstein Nr. e18-0026)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Erna Oberlaender ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1628196
Erna Oberländer ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 938167

Quellen / Sekundärliteratur

Thomas Wolf: "Schicksale antijüdisch Verfolgter (1933-1945) aus dem Gebiet der heutigen Gemeinde Jüchen", in: Ausgegrenzt. Ausgeliefert. Ausgelöscht. Überlebt? Jüdische Schicksale in Jüchen zwischen Spenrath und Damm (Geschichte der Gemeinde Jüchen, Band 4), Jüchen 1998, S. 28-210, hier S. 105-107., 138-142, 162.
Schulte, S. 292: Garzweiler, Nr. 26: Salomon Oberländer 1837-1912 - Shlomo Mardochai bar Menachem halevi.
Peters, S. 154: Oberländer, Salomon, 1837-1912, Shlomo Mardochai bar Menachem ha Levi.

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2007-07-23
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Jüchen-Garzweiler, e18-16
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e18-16
(letzte Änderungen - 2013-06-11 11:51)

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