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Jüchen-Garzweiler 32 Inschriften (1821-1938)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID e18-25
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Jüchen-Garzweiler, e18-25: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?e18-25

Namen

Selma Schreiber gebor. Stern [27.10.1930]
Else Levy gebor. Stern [30.03.1942]
Jehuda ben Aharon Halevi (Leo Levy) [30.03.1942]
Walter Levy [23.04.1962]      

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Selma Schreiber
gebor. Stern
geb. 5. Nov. 1877 Hier ist begraben
‎‏ פ״נ‏‎ ‎‏ ‏‎
Else Levy Leo Levy
gebor. Stern geb. 15. April 1872
geb. 4. Mai 1881 ermordet gest. 27. Okt. 1930 Jehuda, Sohn des Aharon Halevi
‎‏ ‎‏יהודה בן אהרן הלוי‏‎ 30. März 1942 zu Riga
Walter Levy
geb. 21. Janr. 1909 gest. 23. April 1962 10

Kommentar

Datierung Leo Levy: Geboren 15.04.1872; gestorben 27.10.1930
Else Levy: Geboren 04.05.1881; ermordet 30.03.1942 in Riga.
Selma Schreiber: geboren 05.11.1877; ermordet 30.03.1942 in Riga.
Walter Levy: Geboren 21.01.1909; gestorben 23.04.1962

Beschreibung

Beschreibung Breite, gesockelte Stele mit geschweiftem Flachbogenabschluß.
Symbol Davidstern
Steinmetz Heinr. Gorius, Grevenbroich
Zustand 1986: Gut erhalten. 2007: Unverändert.

Zur Person

Leo Levy wurde in Garzweiler geboren als Sohn des Handelsmanns Aaron Levy und der Julie geb. Löwenthal. Verheiratet war er mit Else (Sulka/Elisabeth) geb. Stern und Vater von Erich (geb. 1905), Walter (geb. 1909) und Helmuth (geb. 1913). Er starb 1935 in Köln-Ehrenfeld. Seine aus Witten stammende Frau Else, Tochter von Philipp Stern und Bertha Stern geb. Rothschild, wurde 1941 nach Riga deportiert und dort im folgenden Jahr ermordet. Ihr Sohn Erich hatte 1938 nach Chemnitz geheiratet. Sein Bruder, der Viehhändler Walter, war mit Elisabeth Stern verheiratet. 1938 wurde er nach Dachau verschleppt und erst nach zwei Monaten wieder freigelassen, mit der Auflage, nach Uruguay auszuwandern, was jedoch nicht mehr gelang. 1941 wurde Walter nach Riga deportiert, 1944 nach Buchenwald verschleppt und schließlich befreit. Im Sommer 1945 kehrte er nach Garzweiler zurück. Selma Schreiber war eine Schwester von Leo Levys Gattin Else, mit der sie gemeinsam nach Theresienstadt deportiert und ermordet wurde.

Zur Familie

Vater von Leo Levy: Aaron Levy (Grabstein Nr. e18-0018)
Mutter von Leo Levy: Julie Levy geb. Löwenthal (Grabstein Nr. e18-0011)
Bruder von Leo Levy: Albert Levy (Gedenkstein Nr. e18-0029)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Else Levy ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 1674969
Selma Schreiber ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3848977 ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 1571385

Quellen / Sekundärliteratur

Thomas Wolf: "Schicksale antijüdisch Verfolgter (1933-1945) aus dem Gebiet der heutigen Gemeinde Jüchen", in: Ausgegrenzt. Ausgeliefert. Ausgelöscht. Überlebt? Jüdische Schicksale in Jüchen zwischen Spenrath und Damm (Geschichte der Gemeinde Jüchen, Band 4), Jüchen 1998, S. 28-210, hier S. 112f., 115, 118f., 152.
Schulte, S. 291: Garzweiler, Nr. 20: Leo Levy 1872-1930 - Jehuda bar Ahron - und Walter Levy 1909-1962 und zum Gedenken an Else Levy, Selma Schreiber gb Stern, beide 1942 im KZ Riga ermordet.
Peters, S. 154: Levy, Leo, 1872-1930, Jehuda bar Ahron; Levy, Walter, 1909-1962; Stern, Else, 1881-1942, oo Levy, ermordet am 30.3.1942 zu Riga; und Stern, Selma, 1877-1942, oo Schreiber, ermordet im KZ Riga.

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Jüchen-Garzweiler, e18-25
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e18-25
(letzte Änderungen - 2013-07-25 14:36)

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