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Grevenbroich 81 inscriptions (1827-1938)

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TEI P5

Projekt

Die 'bildlich-textliche Inventarisierung, Dokumentation und komparative Erforschung jüdischer Friedhöfe im niederländischen und deutschen Bezugsrahmen' wurde im Rahmen des 'Aufbaus eines euregionalen Netzwerkes zwecks Erforschung regionaler Geschichte' gefördert durch die euregio rhein-maas-nord, die Provinzregierung in Limburg und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet sich hier.

Lage

Der (neue) jüdische Friedhof Grevenbroich liegt versteckt hinter der heutigen Friedhofsgärtnerei (Flur 3, Nr. 145). Auf dem rechteckigen, mit Gras und wenigen Bäumen bewachsenen Gelände, das von einem von West nach Ost verlaufenden, gekiesten Weg in zwei Hälften geteilt wird, stehen die 81 erhaltenen Grabsteine aus den Jahren 1827 bis 1938 in fünf, ebenfalls in West-Ost-Richtung verlaufenden Reihen, einzelne Gräber haben mit Efeu bewachsene Grabeinfassungen. In die Mauern sind zwei Tafeln eingelassen, die mit den Bezeichnungen ‎‏ראש‏‎ ("Kopf") (in der nördlichen Mauer) und ‎‏רגלים‏‎ ("Füße") (in der südlichen Mauer) anzeigen, wie der Tote in das Grab gebettet werden sollte, die Grabsteine stehen jeweils am Kopfende eines Grabes und weisen mit ihrer Front nach Süden.

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Geschichte

Der neue jüdische Friedhof in Grevenbroich wurde 1823/24 angekauft und seit 1827 benutzt, nachdem es jahrelange Auseinandersetzungen um den alten, in den Grevenbroicher Wallanlagen liegenden und heute nicht mehr existierenden jüdischen Friedhof gegeben hatte. 1892 wurde der Friedhof geschändet. 1940 fand die letzte Beisetzung statt. Als 1943 die jüdischen Friedhöfe im Stadtgebiet eingeebnet werden sollten, veräußerte die Bezirkstelle Rheinland der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland die Grabsteine an einen vertrauenswürdigen Steinmetzen, der die Stelen vor der Vernichtung rettete. 1990 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

Literatur

Hubert Cames, Ulrich Herlitz: Geschichte der Juden in Grevenbroich - Fragmente sieben jüdischer Gemeinden, Grevenbroich 1994, S. 35-131.

Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland, Bd. 34.2), Köln 2000, S. 438f.

Klaus H.S. Schulte: Dokumentation zur Geschichte der Juden am linken Niederrhein seit dem 17. Jahrhundert, Düsseldorf 1972, S. 292-94 [Schulte].

Dieter Peters: Land zwischen Rhein und Maas / Land tussen Rijn en Maas. Genealogische Daten von jüdischen Friedhöfen in der ehemaligen Rheinprovinz und in der niederländischen Provinz Limburg, Kleve 1993, S. 263f. [Peters].

Online-Ressourcen

Yad Vashem Yad Vashem, The Central Database of Shoah Victims' Names

Gedenkbuch Gedenkbuch für die Opfer der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Gräbernachweis Gräbernachweis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Edition

Nathanja Hüttenmeister - Epigraphik

Dan Bondy - Epigraphik

Thomas Kollatz - Datenbankprogrammierung, webdesign

Fotografie

Bert Sommer (2007)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Grevenbroich (1827-1938 / 81 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e10

 

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