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Geldern 104 inscriptions (1860-1983)

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TEI P5

Projekt

Die 'bildlich-textliche Inventarisierung, Dokumentation und komparative Erforschung jüdischer Friedhöfe im niederländischen und deutschen Bezugsrahmen' wurde im Rahmen des 'Aufbaus eines euregionalen Netzwerkes zwecks Erforschung regionaler Geschichte' gefördert durch die euregio rhein-maas-nord, die Provinzregierung in Limburg und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet sich hier.

Lage

Der jüdische Friedhof in Geldern liegt in einem Neubaugebiet, im Boeckelter Weg, gegenüber der Einmündung der Anne-Frank-Straße. Er ist von einem hohen Maschendrahtzaun umgeben, das Tor ist verschlossen. Der Schlüssel ist beim Friedhofsamt der Stadt zu erhalten.

Das Gelände ist rechteckig und langgestreckt, der Eingang liegt an der westlichen Schmalseite. Das Gelände wird von einem von West nach Ost verlaufenden Weg in zwei Teile geteilt. 104 Grabsteine stehen in von Nord nach Süd verlaufenden, dicht gesetzten Reihen, die älteren Grabsteine (ab 1860) im Osten, die jüngeren im Süden. Die letzte Beisetzung fand in den 1980er Jahren statt. Die Schriftseiten weisen nach Westen. Die (vor allem die jüngeren) Grabsteine stehen in Familiengruppen, einzelne Gruppen von Grabsteinen sind von einer großen Grabeinfassung eingefasst. Das Gelände ist teils von Gras bedeckt, teils mit jungen Bäumen bestanden und mit Efeu bedeckt. Nahe des Eingangs steht eine Schale mit Steinen.

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Geschichte

Das 1708 qm große Friedhofsgelände wurde 1854 angekauft, 1860 fand die erste Beisetzung statt.

1887 und 1972 wurde der Friedhof geschändet. 1994 wurde er in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

Literatur

Bernhard Keuck und Gerd Halmans (Hrsg.): Juden in der Geschichte des Gelderlandes, Geldern 2002

Juden in Geldern. Eine Ausstellung zur Erinnerung an die Zerstörung der Synagoge in Geldern, hrsg. vom Stadtarchiv Geldern, November 1988

Heinrich Kempenich: "Die Stadt Geldern und ihre jüdische Gemeinde in den 1870er Jahren", in: Juden in Geldern, hrsg. von Gregor Hövelmann (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Geldern und Umgebung, 82), Geldern 1982, S. 23-58

Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland, Bd. 34.2), Köln 2000, S. 326.

Dieter Peters: Land zwischen Rhein und Maas / Land tussen Rijn en Maas. Genealogische Daten von jüdischen Friedhöfen in der ehemaligen Rheinprovinz und in der niederländischen Provinz Limburg, Kleve 1993, S. 156f. [Peters].

Online-Ressourcen

Yad Vashem Yad Vashem, The Central Database of Shoah Victims' Names

Gedenkbuch Gedenkbuch für die Opfer der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Edition

Nathanja Hüttenmeister - Epigraphik

Dan Bondy - Epigraphik

Thomas Kollatz - Datenbankprogrammierung, webdesign

Fotografie

Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut (1984, 1990)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Geldern (1860-1983 / 104 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e05

 

Steinheim-Institut
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