logo epidat: epigraphische Datenbank

Dormagen-Zons 25 inscriptions (1771-1922)

information   inscriptions   map   indices   site plan (PDF) Download
TEI P5

Projekt

Die 'bildlich-textliche Inventarisierung, Dokumentation und komparative Erforschung jüdischer Friedhöfe im niederländischen und deutschen Bezugsrahmen' wurde im Rahmen des 'Aufbaus eines euregionalen Netzwerkes zwecks Erforschung regionaler Geschichte' gefördert durch die euregio rhein-maas-nord, die Provinzregierung in Limburg und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet sich hier.

Lage

Der Friedhof liegt an der Nievenheimer Straße, in der Zonser Heide, neben einem Sportplatz (Flur 11, Nr. 159), auf einem flachen Hügel. Das etwa ovale Gelände ist von einer 1,80 hohen Mauer mit einem doppelflügeligen Eingangstor aus dem Jahr 1925 eingefriedet. Auf dem mit Gras, Efeu und einzelnen Bäumen bewachsenen Friedhof stehen die 25 erhaltenen Grabsteine aus den Jahren 1771 bis 1908/36 in lockerer Folge verteilt.

Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet Click auf Bild: heutiges Foto wird in eigenem Fenster geöffnet

Geschichte

Bereits 1666 wird ein jüdischer Friedhof in Zons erwähnt, der vermutlich identisch mit dem heutigen Friedhof ist, 1850 ist er jedenfalls schon "seit langen Zeiten im Besitz der Juden", der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1771. Nach mehrfachen Schändungen wurde 1925 eine Mauer mit einem großen Tor um den Friedhof errichtet, die von in New York lebenden Nachkommen Zonser Juden gestiftet wurde. Die letzte Beisetzung fand 1936 statt. 1984 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt Dormagen eingetragen. In den 1990er Jahren wurde der bis dahin stark vernachlässigte Friedhof mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen wieder hergerichtet.

Literatur

Heinz A. Pankalla: "Zur Geschichte der jüdischen Mitbürger und der Synagogengemeinde Zons-Dormagen", in: Historisches Jahrbuch der Stadt Dormagen 1985, S. 10-59.

Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland, Bd. 34.2), Köln 2000, S. 434f.

Klaus H.S. Schulte: Dokumentation zur Geschichte der Juden am linken Niederrhein seit dem 17. Jahrhundert, Düsseldorf 1972, S. 321 [Schulte].

Dieter Peters: Land zwischen Rhein und Maas / Land tussen Rijn en Maas. Genealogische Daten von jüdischen Friedhöfen in der ehemaligen Rheinprovinz und in der niederländischen Provinz Limburg, Kleve 1993, S. 282f. [Peters].

Edition

Nathanja Hüttenmeister - Epigraphik

Dan Bondy - Epigraphik

Thomas Kollatz - Datenbankprogrammierung, webdesign

Fotografie

Bert Sommer (2007)

Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut (1986)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Dormagen-Zons (1771-1922 / 25 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=e04

 

Steinheim-Institut · contact us
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=e04 licensed under a Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz