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Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22) 41 Inschriften (1734-1962)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID du2-17
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22), du2-17: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?du2-17

Namen

Naftali ben Uri (Hugo Philipps) [19.05.1917]
Ella bat Mosche (Elise Philipps geb. Poli) [02.06.1932]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern.
 Rechte Seite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏נפתלי בר אורי‏‎ Naftali, Sohn des Uri,
‎‏מת כ״ז אייר תרע״ז‏‎ 5 er starb am 27. Ijar 677
‎‏לפ״ק, תנצב״ה‏‎ nach kleiner Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.
Hier ruht
mein lieber Mann, unser guter Vater
Hugo Philipps
geb. am 15. Oktober 1863 10
gest. am 19. Mai 1917
 Linke Seite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏עללע בת משה‏‎ sie starb am 27. Ijar 692
‎‏מתה כ״ז אייר תרצ״ב‏‎ Ella, Tochter des Mosche,
‎‏לפ״ק, תנצב״ה‏‎ 15 nach kleiner Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht
unsere Mutter und Grossmutter
Elise Philipps, geb. Poli
geb. am 3. Dezember 1862
gest. am 2. Juni 1932 20

Kommentar

Datierung Hugo Philipps: Geboren 15.10.1863; gestorben Samstag, 19.05.1917
Elise Philipps: Geboren 03.12.1862; gestorben Donnerstag, 02.06.1932
Der deutsche Sinnspruch ist ein Zitat von dem österreichischen Schriftsteller Joseph Christian Freiherr von Zedlitz (1790-1862) (aus: "Der Stern von Sevilla" von 1829, 5. Kapitel, vierter Aufzug, siebter Auftritt: "Wer im Gedächtniß seiner Lieben lebt, ist ja nicht todt, er ist nur fern. - Todt nur ist, wer vergessen wird"). Dieser Sinnspruch, der oft auch Immanuel Kant zugeschrieben wird, hat sich zu einem beliebten Grabspruch entwickelt.
Der Grabstein für Hugo Philipps auf der von der Familie Philipps erworbenen, doppelten Erbbegräbnisstätte Nrn. 45 + 46 war 1943 wie alle anderen Grabsteine dieses Feldes abgeräumt und an verschiedene Steinmetzten verkauft worden. 1947 wurde er durch die Steinmetzfirma Mahlberg wieder aufgestellt.

Beschreibung

Maße 141/121 x 120 x 23; Platte: 56 x 91 x 1; Sockel: 16 x 139 x 30
Lage Grabstein Nr. 29 / 4
Beschreibung Breite, gesockelte, sich leicht nach oben verjüngende Stele mit eingestuftem Dreiecksgiebelabschluß über Zahnfries, im Giebelfeld eine Rosette in rundem Medaillon, flankiert von Palmwedeln; aufgesetzte, breitrechteckige Schrifttafel aus schwarzem Marmor.
Ornament florale Verzierung
Zustand Das Grabmal war an der linken Seite und in der unteren Hälfte beschädigt und wurde wieder restauriert.

Zur Person

Hugo, fünftes von elf Kindern des in Duisburg alteingesessenen Metzgers Philipp Philipps (1826-1905) und dessen Gattin Flora geb. Winter (1836-1920), und ebenfalls Metzgermeister, war wie sein Vater Mitglied im Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Seine Gattin stammte aus Petershagen. Sie starb in Aschaffenburg, wo sie nach dem Tod ihres Mannes bei ihrer Tochter Erna gelebt hatte, die mit ihrem Mann Joseph Weil aus Aschaffenburg 1939 nach Amerika auswanderte. Dem Sohn Harry gelang die Emigration nach Palästina, eine weitere Tochter namens Herta wurde nach Izbica deportiert und 1945 für tot erklärt.

Zur Familie

Bruder von Hugo Philipps: Julius Philipps (Duisburg, Waldfriedhof, Grabstein Nr. du4-0041)
Schwester von Hugo Philipps: Rosine Meyer geb. Philipps (Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, Grabstein Nr. mlh-5322)

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607-292; Verwaltung des Friedhofs Sternbuschweg, Verzeichnis der Erbbegräbnisstätten, Feld 22
vR: Philipps, Hugo: 107, 267, 276, 276*, 651, 1252f.; Philipps, Elise / Poli, Elise: 276, 1252

Fotografien

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Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22), du2-17
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=du2-17
(letzte Änderungen - 2014-03-27 13:35)

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