logo epidat: epigraphische Datenbank

Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [5/265]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-95
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-95: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-95

Name

Löb [04.05.1741]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש ישר‏‎ ein aufrechter und
‎‏וכשר ה״ה פ״ו‏‎ tugendhafter Mann, es ist der Vorsteher und Leiter,
‎‏הר״ר ליב שהלך‏‎ der Meister, Herr Löb, ›der in
‎‏לעולמו ונפטר‏‎ 5 seine Welt hinging‹ und verschied
‎‏בשׂיבה טובה‏‎ ›in gutem Greisenalter‹
‎‏יום ה׳ ל״ג לעומר‏‎ (am) Tag 5, Lag baOmer
‎‏תק״א לפ״ק תנצב״ה‏‎ 501 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏בג״ע א״ס‏‎ im Garten Eden, Amen Sela

 

 Zl 4f: Koh 12,5  Zl 6: Gen 25,8

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 04.05.1741
Die Inschrift verzichtet auf die Nennung des traditionellen Vatersnamens.
Zl 7: Lag baOmer: Der 33. Tag der sog. Omer-Zählung unterbricht die Trauerzeit zwischen Pessach und Schawuot, dem Wochenfest, in Gedenken daran, dass das Seuchesterben unter den Schülern des Rabbi Akiwa (1.-2. Jhd. n.d.Z.) während dieser Zeit nach 33 Tagen aufgehört haben soll.

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Stele mit eingezogenem Rundbogen, das Bogenfeld ist mit floralem Ornament geschmückt, auf den Schultern Rosetten. Das Schriftfeld ist vertieft, die Buchstaben erhaben. Die Inschrift ist zentriert.
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung
Zustand 2017 Das Grabmal ist leicht verwittert und von Flechten bewachsen.

Zur Person

Vielleicht ist Löb identisch mit Levin Heine, welcher sich 1723 gemeinsam mit Michael Isaac (dtm-0091), Moses Jakob (dtm-0096) und Israel Hirsch (dtm-0085) beim Grafen Simon Heinrich Adolph dafür einsetzte, eine neue Synagoge in Detmold einrichten zu dürfen, nachdem es mit der Familie des Tabakpächters Itzig Moses (dtm-0100) zum Streit gekommen war. Dann lautete sein Vatersname Chajim.

Quellen / Sekundärliteratur

Elfi Pracht: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III: Regierungsbezirk Detmold, Köln 1998, S. 303.

Fotografien

  «    »  

Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-95
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-95
(letzte Änderungen - )

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1741

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=dtm-95
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis