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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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ID dtm-91
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-91: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-91

Name

Jechiel Michel [12.06.1743]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש זקן ישר‏‎ ein betagter Mann, aufrecht
‎‏וכשר וכל ימיו‏‎ und tugendhaft. und alle seine Tage
‎‏היה משא ומתן‏‎ war ›sein Handeln und Wandeln
‎‏באמונה כ״ש כ׳‏‎ 5 in Treue‹, sein ehrenvoller Name lautet der geehrte
‎‏יחיאל מיכל נפ‏‎ Jechiel Michel, verschie-
‎‏טר ך׳ סיון תק״ג‏‎ den am 20. Sivan 503
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4f: bShab 31a

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 12.06.1743
Diese Grabinschrift verzichtet auf die Nennung des traditionellen Vatersnamen.
Zln 6-7: Zeilenübergreifende Schreibweise.
Namenskunde Der biblische Name Jechiel wird schon seit dem Mittelalter mit dem Namen Michel bzw. Michael verbunden.

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Segmentbogen, vertieftem Schriftfeld, umlaufenden schmalen scharriertem Rahmen und erhabenen Buchstaben. Die Inschrift ist zentriert und füllt das Schriftfeld vollständig aus. Das Giebelfeld ist mit Blumenzweigen geschmückt, zwei kleine Rosetten dienen als Abkürzungszeichen über der Einleitungsformel.
Schrift erhaben
Abkürzungszeichen Rosetten, Tilden
Ornament florale Verzierung, insbesondere Blütenzweige und Rosetten im Giebel.
Zustand 2017 Das leicht verwitterte Grabmal ist leicht eingesunken.

Zur Person

Jechiel Michel war Schutzjude zu Detmold gewesen. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Jizchak Isaac sein Geleit.
Vermutlich ist Jechiel Michel identisch mit dem Michael Isaac, welcher sich 1723 gemeinsam mit Moses Jakob (dtm-0096), Israel Hirsch (dtm-0085) und Levin Heine (dtm-0095?) beim Grafen Simon Heinrich Adolph dafür einsetzte, eine neue Synagoge in Detmold einrichten zu dürfen, nachdem es mit der Familie des Tabakpächters Itzig Moses (dtm-0100) zum Streit gekommen war.

Zur Familie

Sohn: Jizchak ben Jechiel (dtm-0016)

Quellen / Sekundärliteratur

Michael Guenter: Die Juden in Lippe von 1648 bis zur Emanzipation 1858 (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 20), Detmold 1973, S. 115.
Elfi Pracht: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III: Regierungsbezirk Detmold, Köln 1998, S. 303.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-91
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-91
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Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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