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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-905
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-905: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-905

Name

Fanny Paradies geb. Hamlet [15.04.1931]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Fanny Paradies
geb. Hamlet
geb. 30.1.1855, gest. 15.4.1934
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 30.01.1855; gestorben 15.04.1931

Beschreibung

Zustand 2017 Leichte Verwitterung.

Zur Person

Die in Heiden als eines von zwei Zwillingsmädchen geborene Fanny, Tochter von Josef Hamlet und dessen dritter Gattin Pauline geb. Frank, war verheiratet mit dem Viehhändler Jacob Paradies in Cappel, der 1893 in Cappel starb. Aus der Ehe waren fünf in Cappel geborene Kinder hervorgegangen: Helene (geb. 1878), Aron Albert (geb. 1879), Pauline (geb. 1881), Meta (geb. 1885) und Julius (geb. 1887).
Albert Paradies war in erster Ehe mit Frieda geb. Cohen verheiratet, die 1922 in Kalkar im Wochenbett verstarb. Mit seiner zweiten Frau Johanna geb. Windmüller und seiner 1924 in Düsseldorf geborenen Tochter Sella Helga wurde er 1941 nach Minsk deportiert, alle drei blieben verschollen.
Die Putzmacherin Pauline Paradies musste 1935 ihren Hutsalon aufgeben. 1942 wurde sie nach Warschau deportiert und blieb verschollen.
Meta war mit dem Viehhändler Gustav Neufeld aus Pattensen verheiratet, der 1938 in Pattensen starb. Sie wurde 1942 ins Warschauer Ghetto deportiert und blieb verschollen.
Der Kaufmann Julius Paradies war verheiratet mit Flora Lotte geb. Löwenstein aus Artern in Thüringen. 1909 zog er nach Mannheim, wo er als Bankbeamter tätig war. 1914 wurde der Sohn Hans Jacob in Rohrbach geboren, in Mannheim kamen 1917 die Zwillingstöchter Ilse Emma und Edith Helene zur Welt. Vom 11. November bis 22. Dezember wurde Julius Paradies in Dachau in sogenannte Schutzhaft genommen. 1940 wurde er über Gurs und Drancy nach Majdanek und Sobibor deportiert und ermordet. Seine Frau Flora überlebte mehrere Lager und konnte 1946 nach Palästina auswandern, wohin sich die Kinder rechtzeitig geflüchtet hatten.

Zur Familie

Vater: Josef Hamlet (Jüdischer Friedhof Lage, lag-0003)
Mutter: Pauline Hamlet geb. Frank (Jüdischer Friedhof Lage, lag-0005)
Tochter: Helene Paradies (dtm-0302)
Schwiegertochter: Frieda Paradies geb. Cohen (Jüdischer Friedhof Kalkar, kal-0044)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Neufeld, Meta ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 935929
Paradies, Albert ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 942755
Paradies, Johanna ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 942764
Paradies, Julius ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 942765
Paradies, Pauline ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 942769
Paradies, Sella Helga ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 942759

Quellen / Sekundärliteratur

Meta Neufeld geb. Paradies, Albert Paradies, Pauline Paradies, Julius Parafies, in: Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold, Detmold 2018, Digitale Fassung, gefördert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-905
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-905
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