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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-82
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-82: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-82

Name

Golde ⚭ Meir Oltendorf [20.10.1835]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האשה חשובה מרת‏‎ die angesehene Frau, Frau
‎‏גאלדה אשת כ״ה‏‎ Golde, Gattin des geehrten Herrn
‎‏מאיר אלטענ־‏‎ Meir Olten-
‎‏דארף ה׳ לע׳ ביום ג׳‏‎ 5 dorf, ›sie ging in ihre Welt‹ am Tag 3,
‎‏כ״ז תשרי ונקברת‏‎ 27. Tischri, und wurde begraben
‎‏עש״ק א׳ דר״ח‏‎ am Rüsttag des heiligen Schabbat, 1. des Neumonds
‎‏מרחשון תקצ״ו לפ״ק‏‎ Marcheschvan 596 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 20.10.1835 ; begraben am dritten Tag

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem Rundbogen, die oberste Zeile ist zentriert, der Rest der Inschrift ist rechtsbündig angebracht.
Schrift erhaben
Ornament gestalterische Verzierung, insbesondere zwei reliefierte sechszackige Sternchen im Giebelfeld.
Zustand 2017 Das Grabmal ist in gutem Zustand.

Zur Person

Goldchen war eine Tochter des verarmt verstorbenen Hofschlachters Matthias Michel und verheiratet mit Meyer Beermann, der 1810 den Namen Oltendorf angenommen hatte. Die Witwe starb im Alter von 58 Jahren an einem "Leberschaden".
Ihr Sohn Bernhard war mit Salome, einer Tochter von Nathan Spanjer Herford verheiratet. Um 1830 trat er in die Dienste der Stadt, ist zeitweilig auch als Schreiber am Stadtgericht tätig und wird schließlich Stadtsekretär beim Magistrat. Zudem war er Vorsteher der jüdischen Gemeinde Detmold. Sein jüngerer Bruder Michael studierte in Berlin Medizin und ließ sich als praktischer Arzt in Detmold nieder. 1853 wird er als Sanitätsrat genannt.
Ihre Tochter war vermutlich Friederike Oltendorf aus Detmold, die mit dem Siegellackhersteller Jacob Burghard verheiratet war.

Zur Familie

Tochter?: Friederike Burghard geb. Oltendorf (dtm-0080)
Enkelinnen: Thekla Oltendorf (dtm-0044); Auguste Arensberg geb. Oltendorf (dtm-0301)

Quellen / Sekundärliteratur

Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, P2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, 23,1: Zivilstandsregister der Juden für die Stadt Detmold, Kreis Detmold (GHT 1809-1875), S. 266, 268 (T).
Michael Guenter: Die Juden in Lippe von 1648 bis zur Emanzipation 1858 (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 20), Detmold 1973, S. 174f.
Klaus Pohlmann: "Die Verbreitung der Handwerke unter den Juden". Zur Geschichte der jüdischen Handwerker in Lippe im 18. und 19. Jahrhundert (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, 8), Detmold 1993, S. 49.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

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2017
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-82
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-82
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