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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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ID dtm-79
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-79: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-79

Name

Golda bat Lipman ⚭ Refael [25.06.1784]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האש׳ כשר׳‏‎ die tugendhafte Frau
‎‏וצנועה בג״ח‏‎ und züchtig mit Liebeswerken,
‎‏גאלדא בת מה״ו‏‎ Golda, Tochter unseres Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏ליפמן זצ״ל אשת‏‎ 5 Lipman, das Andenken des Gerechten zum Segen, Gattin
‎‏מה״ו רפאל של״י‏‎ unseres Lehrers, Herrn Refael, er möge viele gute Tage leben,
‎‏הלכה לעולמה‏‎ ›sie ging hin in ihre Welt‹
‎‏ו׳ תמוז תקמ״ד‏‎ 6. Tammus 544
‎‏תנצב״ה ׃‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 7: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 25.06.1784

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Schmalhohe Stele mit mehrfach eingezogenem Rundbogen, vertieften Schriftfeldern und erhabenen Buchstaben. Die Inschrift ist zentriert, die Kopfzeile im Bogenfeld und der Schlußsegen sind durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Schrift erhaben
Zustand 2017 Leicht verwittert. Das Grabmal war in der Mitte auseinander gebrochen und wurde restauriert.

Zur Person

Golde war eine Tochter des Rabbiners Elasar Lipman. Ihr sie überlebender Gatte war der Hofagent und Gemeindevorsteher Raphael Levi.
Golde starb, während ihr Mann Raphael Levi "aufgrund seiner Kenntnisse der jüdischen Gesetze" in Berlin weilte, um zwischen dem Bielefelder Hofagenten Nathan Spanier und dessen Schwiegersohn zu vermitteln, nachdem bei Nathan Spaniers Tochter nach der Hochzeit Epilepsie festgestellt worden war, woraufhin sich ihr Mann wieder von ihr scheiden lassen wollte.
Ihr Sohn, der 1765 geborene Hofagent und Gemeindevorsteher "Levi Sohn Raphael", der 1771 dank der Vermittlung seines Vaters eigenständig Geleit erhalten hatte, nahm 1809 den Familiennamen Samter als Familiennamen an, nach dem Geburtsort von Raphael Levi.
Die um 1758 geborene Tochter Lea heiratete 1778 in Frankfurt Izek Gundersheim und wohnte dort im Vorderhaus zum Pflug. Die jüngste Tochter Brandel heiratete 1803 Herz, Sohn des Abraham aus Horn, einem Geschäftspartner ihres Vaters, der das Geleit von Raphael Levi übernahm.

Zur Familie

Vater: Elasar Lipman (dtm-0070)
Mutter: Channa, Gattin des Rabbiners Lipman (dtm-0045)
Gatte: Refael ben Jehuda (dtm-0090)
Sohn: Raphael Levi Samter (dtm-0030)
Tochter: Lea, Gattin des Izek Gundersheim (Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1640)

Quellen / Sekundärliteratur

Dina van Faassen: "'Hier ist ein kleiner Ort und eine kleine Gegend' - Hofjuden in Lippe", in: Hofjuden - Ökonomie und Interkulturalität. Die jüdische Wirtschaftselite im 18. Jahrhundert, hrsg. von Rotraud Ries und J. Friedrich Battenberg (Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, Bd. XXV), Hamburg 2002, S. 289-331, hier S. 295.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

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2017
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-79
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