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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-66
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-66: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-66

Name

Josef ben Schmuel Halevi [10.07.1809]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הישיש והקנה חכמ׳‏‎ der Hochbetagte, welcher ›Weisheit erwarb‹,
‎‏ה״ה כמה״ו יוסף איש‏‎ es ist unser ehrenwerter Lehrer, der Herr, und unser Meister Josef, ein lauterer
‎‏תם בן כמה״ו שמואל‏‎ Mann, Sohn unseres ehrenwerten Lehrers, des Herrn, und unseres Meisters Schmuel
‎‏הלוי מרימנאב במד׳‏‎ 5 Halevi aus Rymanów im Lande
‎‏פולין ׃ הלך לעולמו‏‎ Polen, ›er ging hin in seine Welt‹,
‎‏בשם טוב א[ור ליו]׳ ב׳‏‎ ›mit gutem Namen‹ zu Beginn des Tages 2,
‎‏ך״ו תמוז תי״ו קו״ף‏‎ 26. Tammus fünfhundert-
‎‏סמ״ך טי״ת‏‎ neunundsechzig
‎‏לפרט קטן‏‎ 10 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 4,5  Zl 6: Koh 12,5  Zl 7: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag abend, 10.07.1809
Dies ist das einzige der alten Detmolder Grabmale, dass mit dem traditionellen Symbol der Levitenkanne geschmückt ist, das auf die Abstammung aus dem Geschlecht der Leviten verweist, die im Tempeldienst für die rituelle Reinheit zuständig waren. Meist wird eine Kanne auf einer flachen Schale oder Teller stehend abgebildet, hier sieht man rechts der abgekürzten Einleitungsformel die Kanne, links den Teller in Aufsicht.
Mit dem etwa "rimnow" geschriebenen polnischen Herkunftsort ist höchstwahrscheinlich der Ort Rymanów gemeint, weit im Südosten des heutigen Polen, wo es seit spätestens dem 16. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde gegeben hatte.

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geschweiftem und eingezogenem Rundbogen. Die Inschrift ist zentriert, Kopf- und Schlußzeile sind durch größere Buchstaben hervorgehoben. Die Kopfzeile wird von dem Symbol flankiert, rechts eine Levitenkanne, links der dazugehörige Teller in Aufsicht.
Schrift erhaben
Symbol Levitenkanne
Zustand 2017 Das Grabmal war in der Mitte gebrochen und wurde wieder zusammengesetzt. Dadurch fehlen einzelne Buchstaben in Zeile 7. Leicht verwittert.

Zur Person

Josef ben Schmuel Halevi aus dem polnischen Rymanów trägt einen Rabbinertitel, vielleicht war er als Rabbiner in Detmold tätig gewesen, vielleicht aber auch als Lehrer.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-66
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-66
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Inschriften des Jahres 1809

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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