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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-6
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-6: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-6

Name

Rechle bat Jehuda Herzberg ⚭ Schimon Michaelis (Friederike Michaelis geb. Herzberg) [22.06.1865]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשה חשובה‏‎ eine angesehene Frau,
‎‏עטרת בעלה מ׳‏‎ ›Krone ihres Gatten‹, Frau
‎‏רעכלע בת כ׳ יהוד׳‏‎ Rechle, Tochter des geehrten Jehuda
‎‏הערצבערג מגראס‏‎ 5 Herzberg aus Groß-
‎‏אשערסלעבען‏‎ Aschersleben,
‎‏אשת כ׳ שמעון מי־‏‎ Gattin des geehrten Schimon Mi-
‎‏כאעליס נפטרה בת‏‎ chaelis, verschieden im Alter von
‎‏ס׳ שנה כ״ח סיון ונקבר׳‏‎ 60 Jahren (am) 28. Sivan und begraben
‎‏ביום ב׳ דר״ח תמוז‏‎ 10 am 2. Neumondstag Tammus
‎‏תרכ״ה לפ״ק תנצב״ה‏‎ 625 der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Friederike
Michaelis
gb. Herzberg.

 

 Zl 3: Spr 12,4

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 22.06.1865 ; begraben am dritten Tag
Während in der Gestaltung die bisher vorherrschenden erhabenen hebräischen Buchstaben nun zunehmend von eingravierten Buchstaben abgelöst werden, sind sie hier durch den aufgerauten Untergrund noch einmal besonders hervorgehoben und damit ein neuer Stil begründet. Das nebenstehende Grabmal ihrer im folgenden Jahr gestorbenen Schwägerin Bernhardine Michalis wurde fast identisch gestaltet (dtm-0005), ebenso spätere weitere Grabmale.

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Stele mit leicht eingezogenem Rundbogenabschluß und vertieftem Schriftfeld mit erhabenen Rahmen und erhabenen Buchstaben. Die Inschrift ist rechtsbündig angebracht, die Kopfzeile im Bogenfeld ist zentriert.
Schrift erhaben
Zustand 2017 Gut erhalten

Zur Person

Friederike Herzberg stammte vermutlich aus Sachsen-Anhalt, unklar bleibt jedoch, ob sie aus Aschersleben oder Oschersleben stammte - beide Orte werden auf Hebräisch gleich geschrieben. In Oschersleben gab es seit spätestens der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine nicht unbedeutende jüdische Gemeinde, in Aschersleben entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Gemeinde. Allerdings ist keiner dieser beiden Orte ist mit dem Zusatz "Groß-" belegt, und in keinem der beiden Orte ließ sich eine jüdische Familie Herzberg nachweisen.
Verheiratet war Friederike in Detmold mit Simon Michaelis.

Zur Familie

Schwester: Henriette Michaelis geb. Herzberg (dtm-0008)
Gatte: Simon Michaelis (dtm-0001)

Quellen / Sekundärliteratur

Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, P2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, 23,1: Zivilstandsregister der Juden für die Stadt Detmold, Kreis Detmold (GHT 1809-1875), S. 484 (T).

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-6
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-6
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Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1865

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=dtm-6
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