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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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ID dtm-402
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-402: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-402

Name

Schimschon ben Awraham (Samson Jacobsberg) [14.02.1909]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
mein lieber Mann
und guter Vater
Samson
Jacobsberg 5
✱ d. 1. Febr. 1843,
g. d. 14. Febr. 1908.
Ziehe hin in Frieden
zu deinen Vätern.
Dein Geist weilt 10
bei uns.
 Rückseite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האיש היקר הנאמן‏‎ der teure getreue Mann,
‎‏שמשן בן אברהם‏‎ Schimschon, Sohn des Awraham,
‎‏נפטר ביום כ״ג שבט‏‎ 15 verschieden am 23. Tag des Schwat
‎‏תרס״ט לפ״ק‏‎ 669 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏לךְ לשלום אל אבותינו‏‎ ›Ziehe hin in Frieden‹ zu unseren Vätern

 

 Zl 18: Ex 4,8 u.a.

Kommentar

Datierung Geboren 01.02.1843; gestorben Sonntag, 14.02.1909
Beide Inschriften enden mit dem selben Sinnspruch, angelehnt an übliche biblische Wendungen. Interessant jedoch, dass der deutsche Spruch zwar länger und persönlicher gehalten ist, in dem er den Verstorbenen direkt anspricht, jedoch einen kleinen, aber einen feinen Unterschied in der Formulierung macht: Im Hebräischen heißt es: "zu unseren Vätern", geht also davon aus, dass der des Hebräischen kundige Leser selbstverständlich Jude ist. Im Deutschen dagegen lautet die Formulierung "zu deinen Vätern". Hier wird möglicherweise deutlich, dass die deutschen Inschriften nicht nur für die vielleicht nicht mehr Hebräischkundigen "eigenen Leute" gedacht waren, sondern sich allgemein an die - auch nichtjüdischen - Besucher des Friedhofs richteten.
Zl 7: Hier wurde das † für "gestorben" nachträglich mit einem "g." überschrieben - das Kreuz wird auf jüdischen Friedhöfen aufgrund seiner christlichen Konnotation meist vermieden. Auch die Jahreszahl wurde korrigiert, von 1908 zu 1909.
Zln 8-9: Zitat aus Genesis 15,15.

Beschreibung

Beschreibung Das nebenstehende Grabmal der Gattin wurde identisch gestaltet, die Inschriften sind parallel aufgebaut. Die beiden Grabsteine stehen in einer gemeinsamen Grabeinfassung.
Zustand 2017 Gut erhalten.

Zur Familie

Gattin: Amalie Jacobsberg geb. Klarenmeyer (dtm-0403)

Fotografien

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Ulrich Heinemann

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Anna Martin

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-402
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-402
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Inschriften des Jahres 1909

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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