logo epidat: epigraphische Datenbank

Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [34/265]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-36
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-36: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-36

Name

Awraham ben Asriel Jaakow (Abraham Israel) [21.10.1789]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏פו״מ כ״ה אברהם ז״ל בן‏‎ der Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr Awraham, sein Andenken zum Segen, Sohn
‎‏פו״מ כ״ה עזריאל יעקוב‏‎ des Vorstehers und Leiters, des geehrten Herrn Asriel Jaakow,
‎‏[ז״]ל נפטר ונקבר בשם‏‎ sein Andenken zum Segen, verschieden und begraben ›mit gutem
‎‏טוב ב׳ דר״ח חשון תק״ן‏‎ 5 Namen‹ am 2. Neumondstag Cheschvan 550
‎‏׃ לפ״ק ׃‏‎ der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4f: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Mittwoch, 21.10.1789 ;

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Stele mit eingezogenem Segmentbogenabschluß und vertieftem Schriftfeld mit erhabenen, umlaufenden scharrierten schmalen Rahmen und erhabenen Buchstaben. Die Inschrift ist zentriert. Über der Kopfzeile und unter dem Schlußsegen jeweils eine Rosette.
Schrift erhaben
Abkürzungszeichen Tilden, über der Kopfformel eine Rosette.
Ornament florale Verzierung, insbesondere zwei Rosetten
Zustand 2017 Leichte Beschädigung am Rand, ein Buchstabe fehlt. Leichte Verwitterung.

Zur Person

Abraham war ein Sohn des Vorstehers der Landjudenschaft, Asriel Jaakow, und der Jette bat Jizchak. Verheiratet war er mit Hendle. Zwei Söhne waren jung gestorben.
Die zunehmende zu versorgende Anzahl von "Betteljuden" führte dazu, dass sich der Vorsteher Abraham Israel 1773 sträubte, vier "Packjuden" mit zwei Kindern, die wegen des anbrechenden Schabbats nicht weitergehen konnten, in die Stadt einzulassen, obwohl der Bürgermeister der Aufnahme bereits zugestimmt hatte. Trotz ungünstiger Witterung musste die Familie die Nacht im Freien vor den Toren der Stadt zubringen, wo sie - gegen das Verbot des Vorstehers - von einigen Detmolder Juden mit Nahrungsmitteln versorgt wurden. Am nächsten Tag wurde der Vorsteher in der Synagoge für sein Verhalten heftig kritisiert.

Zur Familie

Vater: Asriel Jaakow ben Zwi Hirsch (dtm-0085)
Mutter: Jette bat Jizchak (dtm-0093)
Gattin: Hendle bat Chajim (dtm-0014)
Söhne: Chajim Aharon und Mosche Asriel (dtm-0057)

Quellen / Sekundärliteratur

Dina van Faassen und Jürgen Hartmann (Bearbeiter): "Dennoch Menschen von Gott erschaffen" - Die jüdische Minderheit in Lippe von den Anfängen bis zur Vernichtung, Katalog und Arbeitsbuch zur Wanderausstellung, hrsg. von der Stadt Detmold und dem Kreis Lippe, Bielefeld 1991, S. 21, 25.

Fotografien

  «    »  

Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-36
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-36
(letzte Änderungen - )

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1789

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=dtm-36
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis