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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-308
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-308: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-308

Namen

Max Buchholz [09.06.1904]
Karoline Buchholz geb. Löwenstein [22.01.1921]          

Diplomatische Transkription

 Linke Seite
Hier ruht unsere
innigstgeliebte Mutter
Frau Karoline
Buchholz
5 geb. Löwenstein
geb. 23. März 1855
gest. 22. Jan. 1921
 Rechte Seite
Hier ruht unser
unvergesslicher
10 Gatte und Vater
Max
Buchholz
geb. 6. Juli 1846
gest. 9. Juni 1904
 Unten
15 Begrabe Deine Toten tief in Dein
Herz hinein, so werden Deine Lieben
lebendige Tote sein.

Kommentar

Datierung Max Buchholz: Geboren 06.07.1846; gestorben 09.06.1904
Karoline Buchholz: Geboren 23.03.1855; gestorben 22.01.1921
Der deutsche Sinnspruch ist einem Gedicht des deutschen Dichters Karl Siebel (1836-1868) entnommen.

Beschreibung

Ornament florale Verzierung, insbesondere ein Palmwedel
Zustand 2017 Leichte Verwitterung.

Zur Person

Das Ehepaar Max und Karoline Buchholz hatte mehrere Kinder: Arthur, Bernhard, Julius, Else, Erich und Anna.
Der 1878 in Nieheim bei Höxter geborene Sohn Arthur war verheiratet mit Frieda geb. Sondermann. Nachdem Arthur zunächst die Lederhandlung seines Vater weitergeführt hatte, gründete er 1905 ein Fachgeschäft für Glas und Porzellan, das er 1935 an eine langjährige Mitarbeiterin verkaufte. Am 10. November 1938 wurde er für ca. zwei Wochen im KZ Buchenwald interniert. 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er am 22. November 1942 starb.
Sein 1882 in Detmold geborener Bruder Julius Buchholz hatte gemeinsam mit seinem Sohn Bernhard das Ledergeschäft des Vaters übernommen. 1920 heiratete er Elsa Hellwitz, 1921 und 1922 wurden die Söhne Hellmut und Werner geboren. 1936 übersiedelte die Familie nach Köln. Von dort wurde das Ehepaar deportiert, Julius Buchholz starb am 16. September 1942 im Ghetto Litzmannstadt, seine Frau blieb verschollen. Die Söhne konnten rechtzeitig in die USA emigrieren.
Bernhard Buchholz war verheiratet mit Irma Hellwitz, eine Schwester seiner Schwägerin Elsa Buchholz geb. Hellwitz. 1922 wurde die Tochter Ilse geboren, 1926 der Sohn Gerhart. 1933 zog die Familie nach Bielefeld, wo Bernhard eine Lederhandlung betrieb, die er 1938 aufgeben musste. 1941 wurde das Ehepaar nach Riga und von dort weiter deportiert und ermordet. Die Kinder konnten rechtzeitig mit der Jugend- bzw- Kinderalija nach Palästina emigrieren.
Max und Karoline Buchholz' Tochter Anne hatte im Weißwarengeschäft ihrer Tanten Amalie und Gretchen Buchholz (siehe bei dtm-0219) in Rheydt gearbeitet und dort Max Heymann geheiratet. 1942 wurde die Familie mit ihren Kindern Karl Walther und Edith nach Izbica deportiert und ermordet.

Zur Familie

Schwiegertochter: Frieda Buchholz geb. Sondermann (dtm-0804)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Buchholz, Arthur ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849489 ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1489420 ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3832570 ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 960861
Buchholz, Bernhard ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849492
Buchholz, Elsa ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849498
Buchholz, Irma ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849506
Heymann, Anna ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 855201
Heymann, Edith ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 855292
Heymann, Karl Walther ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 855908
Heymann, Max ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 855700

Quellen / Sekundärliteratur

Arthur Buchholz, Julius Buchholz, Else Buchholz geb. Hellwitz, Bernhard Buchholz, Irma Buchholz geb. Hellwitz, Anna Heymann geb. Buchholz, Max Heymann, Karl Walther Heymann, Edith Heymann in: Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold, Detmold 2018, Digitale Fassung, gefördert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-308
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