logo epidat: epigraphische Datenbank

Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [135/265]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-219
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-219: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-219

Name

Siegmund Buchholz [03.01.1898]          

Diplomatische Transkription

 Links
Siegmund
Buchholz
geb. 31. Mai
1889
5 gest. 3. Janr.
1898.
 Rechts
Wer im Gedächt-
nis seiner Lieben
lebt, der ist nicht
10 tot, er ist nur fern
tot ist nur, der ver-
gessen ist.

Kommentar

Datierung Geboren 31.05.1889; gestorben 03.01.1898
Der deutsche Sinnspruch ist ein Zitat des österreichischen Schriftstellers Joseph Christian Freiherr von Zedlitz (1790-1862) (aus: "Der Stern von Sevilla" von 1829, 5. Kapitel, vierter Aufzug, siebter Auftritt: "Wer im Gedächtniß seiner Lieben lebt, ist ja nicht todt, er ist nur fern. - Todt nur ist, wer vergessen wird"). Dieser Sinnspruch, der oft auch Immanuel Kant zugeschrieben wird, hat sich zu einem beliebten Grabspruch entwickelt und findet sich hier z.B. auch auf den Grabmalen dtm-0316 und dtm-0507.

Beschreibung

Beschreibung Kissenstein in Form eines aufgeschlagenen Buches.
Schrift erhaben
Zustand 2017 Der kleine Kissenstein ist stark von Flechten bewachsen.

Zur Person

Der Lederhändler und Lederfabrikant Siegmund Buchholz, Sohn von Mathias Buchholz zu Nieheim, war verheiratet mit der Kauffrau Rica/Rieckchen geb. Sutheim, Witwe von Samuel Buchholz. Bei der Heirat 1868 brachte sie zwei kleine Töchter mit in die Ehe, Sara und Rica, eine weitere Tochter namens Amalie kam noch im selben Jahr zur Welt, 1870 wurde die Tochter Antonie geboren (verheiratete Dannenbaum), 1872 Hedwig, 1876 Grete.
Amalie Buchholz hatte gemeinsam mit ihrer Schwester Grete in Rheydt ein Geschäft für Kurz-, Weiß- und Wollwaren betrieben. Beide wurden im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und ermordet.

Zur Familie

Gattin: Rica Buchholz geb. Sutheim (dtm-0114)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Buchholz, Amalie ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849486
Buchholz, Grete ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 849503

Quellen / Sekundärliteratur

Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, P2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, 23,1: Zivilstandsregister der Juden für die Stadt Detmold, Kreis Detmold (GHT 1809-1875), S. 492, 498, 499, 500, 501, 502 (H), 509 (G Antonie).
Amalie Buchholz in: Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold, Detmold 2018, Digitale Fassung, gefördert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Grete Buchholz in: Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold, Detmold 2018, Digitale Fassung, gefördert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

Fotografien

  «    »  

Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-219
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-219
(letzte Änderungen - )

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1898

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=dtm-219
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis