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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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ID dtm-16
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-16: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-16

Name

Jizchak ben Jechiel Awraham [12.10.1789]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏כ״ה יצחק ז״ל בן כהר״ר‏‎ der geehrte Herr Jizchak, sein Andenken zum Segen, Sohn des geehrten Meisters, Herrn
‎‏יחיאל אברהם ז״ל‏‎ Jechiel Awraham, sein Andenken zum Segen,
‎‏נפטר ונקבר בשם‏‎ verschieden und begraben ›mit gutem
‎‏טוב בשמ״ע כ״ב‏‎ 5 Namen‹ an Schemini Azeret, 22.
‎‏לחודש תשרי תק״ן לפ״ק‏‎ des Monats Tischri 550 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4f: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 12.10.1789 ;
Zl 5: Jizchak starb an Schemini Azeret, dem "Schlussfest" am Ende des siebentägigen Laubhüttenfestes.

Beschreibung

Material Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Stele mit leicht eingezogenem Segementbogenabschluß und vertieftem Schriftfeld mit erhabenen scharrierten Rahmen und erhabenen Buchstaben. Die Inschrift füllt das Schriftfeld aus, die Kopfzeile im Bogenfeld und der Schlußsegen sind zentriert. Der nebenstehende Grabstein (dtm-0015), vermutlich die Gattin, ist identisch gestaltet.
Schrift erhaben
Abkürzungszeichen Besonders sorgfältig wurden hier die Abkürzungszeichen gestaltet, als kleine Rosette im Giebel über der Einleitungsformel und in Form von Ranken und Tilden über einzelnen Buchstaben.
Ornament florale Verzierung, insbesondere zwei kleine Rosetten, über und unter der Inschrift.
Zustand 2017 Gut erhalten.

Zur Person

Jizchak ben Jechiel, das ist Isaac Michel, welcher 1743 eigenständiges Geleit in Detmold erhalten hatte, nachdem sein Vater Michel gestorben war. Sein nach dem Großvater benannter Sohn Michel erhielt 1767 sein Geleit, starb aber schon Ende des Jahres 1782 und hinterließ unmündige Kinder, für die der Großvater das halbe Schutzgeld zahlte, da sich die Mutter nach außerhalb von Lippe wieder verheiratet hatte. Der erfolgreiche Kornhändler gründete kurz vor seinem Tod die nach ihm benannte Isaac-Michelsche Familienstiftung, von deren Zinsen mögliche arme Nachkommen profitieren sollten, bzw. arme Verwandte seiner Familie und der Familie seiner Frau. Die Stiftung sollte vom ältesten in Lippe wohnenden Nachkommen verwaltet und Kapital niemals angegriffen werden.
Brendle bat Mosche, die zwei Jahre nach Jizchak starb und deren Grabmal neben seinem aufgestellt und identisch gestaltet wurde, war vermutlich seine Gattin.
Ein Teil der Nachkommen seines früh verstorbenen Sohnes nahm 1810 den Familiennamen Michaelis an, ein anderer den Namen Michelis Jena, und einer der Brüder wählte 1834 zur Unterscheidung den Namen Badt Michaelis.

Zur Familie

Vater: Jechiel Michel (dtm-0091)
Gattin?: Brendle bat Mosche (dtm-0015)
Urenkel: Simon Michaelis (dtm-0001); Michael Michaelis (dtm-0002); Moses Michaelis (dtm-0003); Joseph Michaelis-Jena (dtm-0004); Isaak Badt Michaelis (dtm-0062)

Quellen / Sekundärliteratur

Michael Guenter: Die Juden in Lippe von 1648 bis zur Emanzipation 1858 (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 20), Detmold 1973, S. 115.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

heutiges Foto
2017
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-16
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