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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-116
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-116: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-116

Name

Toni Gusdorf [17.02.1891]          

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Toni Gusdorf
geb. 27. Jan. 1889
gst. 17. Febr. 1891

Kommentar

Datierung Geboren 27.01.1889; gestorben 17.02.1891

Beschreibung

Beschreibung Kissenstein
Zustand 2017 Das Grabmal ist stark verwittert, die Inschrift nur schwer zu entziffern.

Zur Person

Die kleine Toni, auch Talette, war eine Tochter von Moses Gusdorf und Regina geb. Frankenstein aus Detmold, die in Hildesheim starben.
Sie hatte neun Geschwister: Albert (geb. ca. 1875), Ernestine Emmy (geb. 1876), Max (geb. 1878), Hermann (geb. 1879), Else (geb. 1881), Anna (geb. 1882), Henny (geb. 1884), Bertha (geb. 1885) und Gretchen Marga (geb. 1887).
Ernestine Emmy war in erster Ehe verheiratet mit Julian Türk in Hildesheim, in zweiter Ehe seit 1938 mit Siegmund Michelsen. Mit ihrem zweiten Mann wurde sie deportiert und ermordet, ebenso wie ihre Tochter Hertha aus erster Ehe mit deren beiden Kindern. Nur ihr Sohn Hans aus erster Ehe konnte rechtzeitig nach Neuseeland emigrieren.
Max Gusdorf war 1933 in die Niederlande emigriert und wurde von Westerbork nach Sobibor deportiert und ermordet, ebenso wie seine erste Frau Helene geb. Oppenheimer aus Essen. Seine zweite Frau Adele geb. Püttmann und die 1925 geborene Tochter Renate überlebten, die 1922 geborene Adoptivtochter Carola Uschi und ihr Mann wurden ebenfalls deportiert und blieben verschollen.
Hermann Gusdorf, der als Kaufmann mit seiner Frau Martha geb. Freund in Berlin gelebt hatte, flüchtete sich (vermutlich 1938 nach dem Tod seiner Frau) zu seinem Bruder Max Gusdorf nach Amsterdam. Von dort wurde er über Westerbork nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Else Gusdorf war verheiratet mit Albert Bloch in Bremen. Sie wurde im November 1941 zusammen mit ihrer verwitweten Schwester Henny Warschauer und deren Söhnen, dem 1921 geborenen Walter und dem 1924 geborenen Kurt, nach Minsk deportiert und ermordet.
Anna Gusdorf war mit Erich Falk in Berlin verheiratet, der 1941 starb. Sie wurde 1942 nach Auschwitz deportiert und blieb verschollen. Ihre Tochter Hannelore war nach Palästina emigriert, das Schicksal ihrer Tochter Eva Lisa ist nicht bekannt.
Die Schwestern Bertha, verheiratete Feibusch, und Gretchen Marga konnten in die USA emigrieren.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Bloch, Else ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 843967
Falk, Anna ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 1017220
Gusdorf, Helene ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 882024
Gusdorf, Hermann ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 882026
Gusdorf, Max ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 882029
Michelsen, Ernestine ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 931037
Warschauer, Henny ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 986094
Warschauer, Kurt ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 986107
Warschauer, Walter ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 986124

Quellen / Sekundärliteratur

Ernestine Michelsen, Max Gusdorf, Hermann Gusdorf, Else Bloch geb. Gusdorf, Henny Warschauer geb. Gusdorf, Anna Falk geb. Gusdorf, in: Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold, Detmold 2018, Digitale Fassung, gefördert von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

Fotografien

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Ulrich Heinemann

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2017
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-116
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-116
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Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=dtm-116
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