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Detmold 265 Inschriften (1729-2017)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID dtm-1
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-1: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?dtm-1

Name

Schimon ben Jokew Michaelis (Simon Michaelis) [04.04.1867]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben -
‎‏שם טוב היה נחלתו‏‎ ›ein guter Name‹ war sein Erbteil,
‎‏מעשיו הגידו צדקתו‏‎ seine Werke kündeten von seiner Gerechtigkeit,
‎‏עד יום מותו עמד בתמתו‏‎ bis zum Tage seines Todes war er beständig in seiner Lauterkeit,
‎‏ולא גבה לבו בגדלתו‏‎ 5 und war nicht überheblich in seiner Größe,
‎‏נצר מצוות אלהים ותורתו‏‎ ›er bewahrte die Gebote‹ Gottes und seine Lehre,
‎‏כ׳ שמעון בן כ׳ יאָקב מיכאַע־‏‎ der geehrte Schimon, Sohn des geehrten Jokew Michae-
‎‏ליס נפטר בש״ט בן ס״ח שנים‏‎ lis, verschieden ›mit gutem Namen‹ im Alter von 68 Jahren
‎‏יום ה׳ כ״ח אדר ב׳ תרכ״ז לפ״ק‏‎ Tag 5, 28. zweiter Adar 627 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Simon
Michaelis.

 

 Zl 2: bBer 17a  Zl 6: Nach Spr 6,20  Zl 8: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 04.04.1867
Zl 3: "Gerechtigkeit", auch mit "Wohltätigkeit" zu übersetzen.
Zln 4-5: Vatersname und Famliennamen wurden teilweise vokalisiert, um die Lesung zu erleichtern.
Namenskunde Jokew ist eine deutsch-jüdische Koseform des biblischen Namens Jaakow/Jakob.

Stilmittel

Reim auf -to in Zln 2-6.
Akrostichon in Zeilen 2-6: ‎‏שמעון‏‎ Schimon

Beschreibung

Material Grauer Sandstein
Lage Non in situ. Das Grabmal gehört zu den Steinen des Vorgängerfriedhofs am Lemgoer Tor und wurde 1948 auf diesen Friedhof überführt.
Beschreibung Stele mit eingezogenem Rundbogenabschluß und vertieften Schriftfeldern mit umlaufenden Rahmen und erhabenen Buchstaben. Die hebräische Inschrift ist rechtbündig angebracht, die Kopfzeile im Bogenfeld und der Schlußsegen sind zentriert.
Schrift erhaben
Zustand 2017 Gut erhalten.

Zur Person

Simon Michaelis, Sohn von Jakob und Särchen Michalis, starb in seinem 69. Lebensjahr. Seine Gattin Friederike geb. Herzberg war zwei Jahre vor ihm gestorben.
Der Fruchthändler hatte 1832 eigenständigen Schutz in Detmold bekommen. 1834 war er in die "Ressource", den gesellschaftlich angesehensten Verein von Detmold, aufgenommen worden.

Zur Familie

Urgroßvater: Isaac Michel (dtm-0016)
Brüder: Michael Michaelis (dtm-0002); Moses Michaelis (dtm-0003); Joseph Michaelis (dtm-0004); Isaak Michaelis (dtm-0062)
Gattin: Friederike Michaelis geb. Herzberg (dtm-0006)

Quellen / Sekundärliteratur

Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, P2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, 23,1: Zivilstandsregister der Juden für die Stadt Detmold, Kreis Detmold (GHT 1809-1875), S. 489.
Dina van Faassen und Jürgen Hartmann (Bearbeiter): "Dennoch Menschen von Gott erschaffen" - Die jüdische Minderheit in Lippe von den Anfängen bis zur Vernichtung, Katalog und Arbeitsbuch zur Wanderausstellung, hrsg. von der Stadt Detmold und dem Kreis Lippe, Bielefeld 1991, S. 53.
Klaus Pohlmann: "Die Verbreitung der Handwerke unter den Juden". Zur Geschichte der jüdischen Handwerker in Lippe im 18. und 19. Jahrhundert (Panu Derech - Bereitet den Weg. Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, 8), Detmold 1993, S. 102.

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-1
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=dtm-1
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Inschriften des Jahres 1867

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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