logo epidat: epigraphische Datenbank

Brilon 23 Inschriften (1908-1939)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
  «    [1/23]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID bri-15
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Brilon, bri-15: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bri-15

Namen

Mosche ben Jaakow (Moses Rothschild) [04.07.1908]
Lina Rothschild geb. Selowsky [11.08.1927]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruhen in Gott
unsere lieben Eltern
Moses Rothschild
geb. 5. Juni 1849,
gest. 4. Juli 1908. 5
Lina Rothschild
geb. Selowsky
geb. 15. Nov. 1851
zu Grünberg in Schlesien,
gest. 11. Aug. 1927. 10
 Rückseite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש צדיק‏‎ ein Mann, gerecht
‎‏בכל דרכיו‏‎ auf all seinen Wegen,
‎‏תפארת לכל‏‎ Zierde aller
‎‏קרוביו ואהביו‏‎ 15 seiner Verwandten und Lieben,
‎‏משה בר יעקוב‏‎ Mosche, Sohn des Jaakow,
‎‏הלך לעולמו‏‎ ›er ging ein in seine Welt‹
‎‏ביום ה׳ תמוז‏‎ am 5. Tammus
‎‏תרס״ח לפ״ק‏‎ 668 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 20 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 17: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Moses Rothschild: Geboren 05.06.1849; gestorben Samstag, 04.07.1908
Lina Rothschild: Geboren 15.11.1851; gestorben 11.08.1927

Beschreibung

Maße H: 110 B: 37 T: 16
Material Granit

Zur Person

Der in Brilon geborene Kaufmann Moses Rothschild war ein Sohn von Jacob Rothschild und Ella geb. Ruhstädt und verheiratet mit der aus dem schlesischen Grünberg stammenden Lina geb. Selowsky (Hesse, s.u., S. 300 und 302).
Ihre am 10. Juli 1881 geborene Tochter Martha war verheiratet mit dem aus Castrop-Rauxel stammenden Albert Kleeberg, geboren am 10. November 1873 als Sohn von Simon Kleeberg und Julie geb. Kosmann. Nachdem das Ehepaar sein Herrenkonfektionsgeschäft in Castrop-Rauxel nach der Weltwirtschaftskriese aufgeben musste, zog es 1932 nach Wiesbaden. Von hier wurden sie 1942 nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet. Ihr 1908 geborener einziger Sohn Ernst wurde mit seiner zweiten Frau Flora geb. Schad von Mainz ins Ghetto Piaski verschleppt und ermordet.

Hinweis  Die biografischen Angaben konnten durch Informationen von Mike Redel, Unna, ergänzt werden.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Kleeberg, Albert ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 898760
Kleeberg, Ernst ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 898768
Kleeberg, Flora ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 898769
Kleeberg, Martha ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 898781

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 330f.

Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Brilon, bri-15
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bri-15
(letzte Änderungen - 2015-01-05 18:57)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften der Jahre 1908 1927

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bri-15
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis