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Bommersheim 18 inscriptions (1289/90-1310)

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TEI P5

Geschichte

Im Winter 2007/08 wurden bei Ausgrabungen in Bommersheim, einem Dorf, welches heute zu Oberursel (Taunuskreis) gehört, über 70, zum Teil beschriftete Fragmente jüdischer Grabsteine gefunden. Sie waren als Spolien in die Bommersheimer Burg verbaut, die in einer Strafaktion des rheinischen Städtebundes gegen mehrere Burgen 1382 zerstört wurde.

Vergleicht man die 19 beschrifteten Bruchstücke mit den mittelalterlichen Grabsteinen auf dem nur 14 km entfernten alten Friedhof an der Battonnstraße in Frankfurt am Main, so stellt man fest, dass es sich höchstwahrscheinlich um Grabsteine handelt, die nach der Ermordung und Vertreibung der Juden aus Frankfurt im Jahr 1349 geraubt wurden.

Literatur

Nathanja Hüttenmeister und Andreas Lehnardt: „Die Fragmente mittelalterlicher jüdischer Grabsteine in Bommersheim“ in: Trumah, Zeitschrift der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Bd. 18 (2008), S. 87-107.

Nathanja Hüttenmeister: 'Baruch ben Kalonymos - Gefunden in Bommersheim', in: Kalonymos. Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte aus dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut an der Universität Duisburg-Essen, 11. Jg. (2008), Heft 4, S. 22-24.

Edition

Nathanja Hüttenmeister

Fotografie

Prof. Dr. Andreas Lehnardt, Seminar für Judaistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Frank Lorscheider M.A., Hessisches Landesamt für Denkmalpflege

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Bommersheim (1289/90-1310 / 18 Einträge)
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